Donnerstag, 9. Februar 2012, 18:44 Uhr

manager magazin



23.06.2009
 

Finanzkrise

"Eine Blase platzt nie nur zur Hälfte"

Von Kai Lange

Die USA werden noch Jahre brauchen, um die Krise zu verarbeiten, sagt Hendrik Leber. Im Interview erklärt der Fondsmanager, warum immer mehr US-Bürger verarmen, Banken wieder bestens verdienen und Staatsgeld auf halbem Weg stecken bleibt.

mm.de: Herr Leber, Sie sind kurzfristig recht optimistisch für Aktien gestimmt - obwohl Sie davon ausgehen, dass die USA den Weg aus der Krise erst zur Hälfte zurückgelegt haben. Warum soll jemand am Aktienmarkt investieren, obwohl die Krise noch lange nicht ausgestanden ist?

Zeltdorf in Sacramento: "Die Krise überrollt die Mittelschicht" (bitte noch SF aus 1502209 bauen)
Zur Großansicht
AFP

Zeltdorf in Sacramento: "Die Krise überrollt die Mittelschicht" (bitte noch SF aus 1502209 bauen)

Leber: Derzeit überwiegt noch die Erleichterung, dass der befürchtete Bankencrash vermieden werden konnte und sich die Konjunktur langsam auf niedrigem Niveau stabilisiert. In China zum Beispiel steigen sowohl die Nachfrage nach Rohstoffen wie auch die Einzelhandelsumsätze wieder an, und die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind nicht mehr im freien Fall. Wir könnten den Tiefpunkt des Konjunkturzyklus hinter uns haben. Deshalb fließt aktuell viel Geld in den Markt zurück - Investoren stehen unter Druck, ihre Liquidität rentabel anzulegen.

mm.de: Kommen diese Investoren nicht etwas spät? Indizes wie der Dax Chart zeigen und der US-Leitindex Dow Jones Chart zeigen sind seit März jeweils um rund 30 Prozent, der Hang Seng Chart zeigen in Hongkong um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Leber: Natürlich steigt die Rückschlagsgefahr nach so einer Kursrally. Gleichzeitig steigt aber auch der Druck auf institutionelle Investoren, die bislang noch nicht dabei sind, Rücksetzer zum Einstieg zu nutzen. Denn wie wollen Sie einem Kunden erklären, dass Sie eine Erholung an den Märkten komplett verpasst haben?

Fondsmanager Leber: "Investieren - aber mit Airbag"
Zur Großansicht

Fondsmanager Leber: "Investieren - aber mit Airbag"

Es gibt noch immer zahlreiche professionelle Anleger, die auf Einstiegschancen warten und somit das Rückschlagsrisiko dämpfen. Es spricht also derzeit viel dafür, sich angesichts der allgemein steigenden Risikobereitschaft wieder einige Aktien genauer anzuschauen und beherzt zu investieren - allerdings mit Airbag.

mm.de: Das bedeutet, sich für den Fall eines neuen harten Aufpralls zu wappnen.

Leber: Richtig. Man muss sich absichern und schnell reagieren, wenn die Stimmung wieder dreht - schlicht aus dem Grund, weil Geld sehr flüchtig geworden ist. Eine solche Absicherung geht zwar auf Kosten der Performance, ist aber notwendig.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben