Hannover - In der angestrebten Sammelklage machen die von der Verbraucherschutzorganisation VKI unterstützten 100 Österreicher Schäden von über zwei Millionen Euro geltend, wie ein Sprecher des Bonner Prozessfinanzierers Foris am Donnerstag erklärte. Später sollen weitere Klagen gegen den Finanzdienstleister aus Hannover folgen. Insgesamt gehe es um 2500 Betroffene und einen Gesamtschaden von 40 Millionen Euro.
Der AWD beklagte eine mangelnde Kooperationsbereitschaft der Verbraucherschützer. "AWD hat von Anfang an Bereitschaft gezeigt, alle Fälle einzeln zu prüfen und im Fall begründeter Fehler auch Verantwortung zu übernehmen", sagte ein Sprecher. Dem Unternehmen sei aber nicht die Möglichkeit gegeben worden, die Unterlagen zu prüfen.
Bei dem Streit geht es darum, dass Anleger auf Empfehlung durch AWD Aktien der Immobilienfirma Immofinanz gekauft hatten, bevor deren Kurs um 90 Prozent einbrach. Die Kursverluste bei den Aktien seien Folge der größten Finanzkrise aller Zeiten, so der AWD-Sprecher. Die österreichische Justiz ermittelt derzeit gegen Ex-Immofinanz-Manager wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation, der Untreue und des Betruges.
manager-magazin.de mit Material von reuters
© manager magazin Online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH