Von Hartmut Fischer
Dass wir uns in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befinden, dürfte inzwischen auch dem letzten Optimisten klar geworden sein. Dass es sich um eine ausgewachsene Krise handelt, versucht die Politik hingegen immer noch zu vertuschen. Und so werden auch jetzt Zahlen "zurechtgebogen". Doch um eine Krise von diesem Ausmaß zu bewältigen, muss man Tacheles reden. Darum sollten die Regierenden in Berlin endlich dem Motto einer alten Fernsehsendung folgen: "Sag die Wahrheit". Allerdings ist man davon weit entfernt, wie der Umgang mit den Arbeitslosenzahlen leider nur zu deutlich zeigt.
Die Agentur für Arbeit hat für den Monat April eine Arbeitslosenzahl von rund 3.585.000 bekannt gegeben. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rechnet in diesem Jahr mit durchschnittlich 3,7 Millionen Arbeitslosen und für 2010 mit 4,6 Millionen Menschen ohne Arbeit. So weit - so schlecht.
Aber was sagen diese Zahlen aus?Sind alle anderen entweder noch zu jung für den Arbeitsmarkt oder sind sie bereits Rentner und Pensionäre? Sind mit diesen Zahlen wirklich alle Arbeitslosen erfasst? Die Antwort ist ebenso klar wie bitter: nein.
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