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15.05.2009
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Ludwig von Mises

Der nicht mit den Wölfen heulte

Von Arne Stuhr

Seine Werke gehören zu den wichtigsten prokapitalistischen Gegenentwürfen zu Karl Marx. Der österreichische Ökonom Ludwig von Mises attackierte zeitlebens Sozialismus und Staatsgläubigkeit. Die Schärfe seiner Argumentation bekamen dabei nicht nur seine Gegner zu spüren. Selbst Hayek, Friedman und Co. waren für ihn "ein Haufen Sozialisten".

"Der Staat sollte innerhalb seiner Grenzen die Bürger vor gewaltsamen und betrügerischen Angriffen von Verbrechern schützen und das Land gegen Feinde von außen verteidigen. Das sind die Aufgaben eines Staates in einem freien, marktwirtschaftlichen System." (Ludwig von Mises)

Der österreichische Ökonom  Ludwig von Mises  wurde am 29. September 1881 in Lemberg (heute Ukraine) in eine jüdische Familie geboren. Der promovierte Jurist lehrte Nationalökonomie in Wien, Genf und New York. 1946 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Am 10. Oktober 1973 starb von Mises in einem Krankenhaus in Manhattan. Zu seinen wichtigsten Werken zählen "Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel", "Die Gemeinwirtschaft" und "Human Action".
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Ludwig von Mises Institute

Der österreichische Ökonom Ludwig von Mises wurde am 29. September 1881 in Lemberg (heute Ukraine) in eine jüdische Familie geboren. Der promovierte Jurist lehrte Nationalökonomie in Wien, Genf und New York. 1946 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Am 10. Oktober 1973 starb von Mises in einem Krankenhaus in Manhattan. Zu seinen wichtigsten Werken zählen "Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel", "Die Gemeinwirtschaft" und "Human Action".

Hamburg - Konjunkturpakete in dreistelliger Milliardenhöhe, Banken enteignet oder unter staatlicher Kuratel und Notenbanken, die den Markt schier endlos mit Liquidität fluten - so oder so ähnlich muss sich der österreichische Ökonom Ludwig von Mises (1881 bis 1973) wohl die Hölle auf Erden vorgestellt haben.

Mises' Kritik im Originalton: "Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden." Er war also, wie es die "Neue Zürcher Zeitung" anlässlich seines 90. Geburtstags schrieb, ein "kompromissloser Laisser-faire-Vertreter" oder wie Jörg Guido Hülsmann seine maßgebliche Mises-Biografie überschrieb "The Last Knight of Liberalism".

"Mises hat ein in sich geschlossenes sozialwissenschaftliches Denkgebäude geschaffen, dessen Kern eine realistische Logik des Handelns ist", fasst Ökonom Hülsmann, Professor im französischen Angers, die wissenschaftliche Leistung des liberalen Ritters im Gespräch mit manager-magazin.de zusammen. "Dieses Denkgebäude hat eine enorme Tiefe und Breite", so Hülsmann weiter, und besteche unter anderem durch seine "Kohärenz und Klarheit der Argumentation". "Es ist einfach ein Genuss, einer treffenden Argumentation folgen zu dürfen", gerät der 42-Jährige ins Schwärmen.

Dieser Formulierkunst unterlagen zum Beispiel auch die Ökonomen Friedrich August von Hayek und Wilhelm Röpke, die nach der Lektüre des 1922 veröffentlichten Mises-Buches "Die Gemeinwirtschaft" vom Sozialismus abließen und sich dem Liberalismus zuwendeten.

In der Abhandlung hatte von Mises nicht weniger als die Unmöglichkeit eines sozialistischen Wirtschaftens nachgewiesen. Da im Sozialismus nur Gemeineigentum existiere, gebe es auch keinen Tausch und keine Preise. Daher sei eine Rentabilitätsberechnung von Investitionsalternativen schlicht nicht möglich, so von Mises Argumentation.

"Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel nimmt der Gesellschaft das einzig bekannte Mittel der rationalen Wirtschaftsführung. Sie überwindet damit nicht die vermeintliche 'Anarchie des Marktes', sondern begründet tatsächliche Anarchie der politischen Willkür. Sozialismus ist 'geplantes Chaos'", erläutert Mises-Biograf Hülsmann.

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