21.03.2009
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Finanzkrise

Genossenschaftsbanken in den USA gefährdet

Die Finanzkrise hat zwei große US-Genossenschaftsbanken in den Abgrund gezogen, die zusammen 90 Millionen Kunden zählen. Die US-Bankenaufsicht hat die Institute unter ihre Kontrolle gestellt. Zugleich wurde die Schließung von drei kleineren Banken bekannt. Damit zählen die USA allein seit Jahresbeginn 20 Bankenpleiten.

Washington - Die Aufsichtsbehörde National Credit Union Administration (NCUA) übernahm jetzt die Kontrolle über die U.S. Central Federal Credit Union und die Western Corporate (WesCorp) Federal Credit Union. Beide Institute hätten eine "inakzeptabel hohe Konzentration an Risiken" angehäuft, teilte die Behörde am Freitag mit. Im Januar seien die Bilanzen der Banken überprüft worden, seitdem habe sich ihre Lage "weiter verschlechtert" heißt es. Der Schritt der Bankenaufsicht gilt als der weitreichendste seit der Pleite der kalifornischen Bank Indymac im Juli 2008.

Bankensterben geht weiter: Allein seit Jahresbeginn mussten US-Behörden 20 Banken schließen. Jetzt stellte Bankenaufsicht zwei große Genossenschaftsbanken unter ihre Aufsicht. Diese Institute galten bislang als sehr risikoscheu und damit in der Finanzkrise über jeden Zweifel erhaben.
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AFP

Bankensterben geht weiter: Allein seit Jahresbeginn mussten US-Behörden 20 Banken schließen. Jetzt stellte Bankenaufsicht zwei große Genossenschaftsbanken unter ihre Aufsicht. Diese Institute galten bislang als sehr risikoscheu und damit in der Finanzkrise über jeden Zweifel erhaben.

Zugleich gab die staatliche Einlagensicherung FDIC den Zusammenbruch von drei kleineren Regionalbanken bekannt. Damit führte die Finanzkrise in diesem Jahr bereits zu 20 Bankenpleiten in den USA.

Die beiden Genossenschaftsbanken halten zusammen Vermögenswerte in Höhe von rund 57 Milliarden Dollar Ihr Betrieb solle ohne Störungen fortgeführt werden. Für die rund 90 Millionen Kunden habe es keine direkte Auswirkungen, dass US Central und WesCorp unter Kontrolle gestellt wurden, teilte die NCUA weiter mit. Die Einlagen ihrer Mitglieder seien bis zum 31. Dezember 2010 garantiert.

Krise weitet sich damit auf neue Bereiche der Branche aus

Die Finanzkrise hat sich damit weiter auf Teile der Bankenbranche ausgeweitet, die eigentlich als besonders risikoscheu gelten. Die US-Genossenschaftsbanken sind in etwa mit den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken vergleichbar. Banken vom Typ US Central und WesCorp haben keinen direkten Kundenverkehr. Sie werden im Auftrag von Sparkassen tätig. Die Bankenaufsicht befürchtete offenbar, dass eine mögliche Pleite der beiden genossenschaftlichen Institute das Netz der Sparkassen in den USA in Gefahr gebracht hätte. Im September vergangenen Jahres war mit Washington Mutual die größte US-Sparkasse kollabiert und in einem Notverkauf in weiten Teilen vom Finanzkonzern J.P. Morgan Chase übernommen worden.

Die Einlagensicherung FDIC schloss indes die Regionalbanken TeamBank of Paola, die Colorado National Bank of Colorado Springs und die FirstCity Bank of Stockbridge. Die Einlagen der ersten beiden Institute würden von anderen Geldhäusern übernommen. Bei der FirstCity Bank of Stockbridge sprang die FDIC selber ein und genehmigte die Auszahlung der versicherten Einlagen.

manager-magazin.de mit Material von afp und reuters

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