Berlin - Die Auszahlung der Abwrackprämie für Altautos soll Anfang dieser Woche beginnen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) werde von Montag an Zuwendungsbescheide verschicken, berichtete die "Bild"-Zeitung am Samstag. Bei einem positiven Bescheid würden die 2500 Euro "zeitnah" überwiesen.
Zahlreiche Autokäufer müssten aber mit der Ablehnung ihres Antrags rechnen, weil etwa der notwendige Verschrottungsnachweis des Altautos fehle. Die Betroffenen müssten dann einen neuen Antrag stellen.
Laut Emnid-Umfrage für "Bild am Sonntag" wollen 14 Prozent der Bundesbürger in diesem Jahr ein neues Auto kaufen. Für jeden vierten von diesen Kaufwilligen (26 Prozent) ist die Abwrackprämie der entscheidende Kaufanreiz. Weitere 26 Prozent gaben die hohen Rabatte der Händler als wichtigen Grund an. Mehr als die Hälfte der potenziellen Käufer (54 Prozent) hatte die Neuanschaffung ohnehin geplant. Für die Umfrage wurden am 4. und 5. März insgesamt 1002 Bundesbürger befragt.
Beim Bafa gingen bis zum Wochenende 188.421 Anträge auf Gewährung der Umweltprämie für die Verschrottung von Altautos ein. Die staatliche Förderung von 1,5 Milliarden Euro reicht für etwa 600.000 Fahrzeuge. Damit auch Interessenten für neue Autos mit langen Lieferzeiten noch in den Genuss der 2.500 Euro kommen können, soll von Ende März an eine Vorreservierung der Umweltprämie möglich sein. Stichtag für diese Neuregelung ist der 30. März.
Volkswagen-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh forderte in der "Berliner Zeitung" (Samstag) eine EU-weite Einführung der Prämie zur Verschrottung von Altautos. "In Brüssel wurde bisher viel über Autohilfen debattiert. Wir haben jetzt keine Zeit mehr, noch länger zu reden." Osterloh schlug vor, die deutsche Regelung so zu ändern, dass jeder, der in diesem Jahr ein Auto ausgeliefert bekommt, Anspruch auf die Prämie hat.
manager-magazin. de mit Material von dpa-afx
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