Miami - Einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage unter 1268 Finanzvorständen zufolge erwarten vor allem die Finanzchefs in den USA und in Europa keine rasche Erholung der Konjunktur.
Die Zeichen sind klar: Manager weltweit erwarten, dass die Rezession noch mindestens ein Jahr anhalten wird.
In den USA rechnen die befragten Manager mit einem Gewinneinbruch von 22 Prozent im kommenden Jahr und einer noch 14 Monate andauernden Rezession, in Europa mit einem Rückgang der Profite von 11 Prozent und mindestens 16 Monaten negativem Wachstum. In Asien veranschlagten die CFOs einen Gewinnrückgang von 9 Prozent und 13 Monate Rezession.
Vorstände hatten Aussichten stets genau vorhergesagt
Den größten Profit für 2009 erhoffen sich Firmen aus der Dienstleistungs- und Beratungsbranche, gefolgt von Konzernen im Gesundheitsbereich. Industriekonzerne befürchten dagegen Gewinneinbußen von 30 Prozent.
"Das ist sehr besorgniserregend", kommentierte Kate O'Sullivan vom "CFO Magazine", das die Umfrage mit der Duke Universität von North Carolina regelmäßig erhebt. In den seit 52 Quartalen erstellten Befragungen hätten die Finanzvorstände die wirtschaftlichen Aussichten stets sehr genau vorhergesagt.
US-Manager wollen massiv Stellen streichen und Löhne kürzen
Vor allem in den US-Chefetagen wird ein düsteres Bild gemalt. Mit massiven Stellenstreichungen und Investitionskürzungen wollen dort die Vorstände im nächsten Jahr die Konjunkturflaute bekämpfen. Dabei sollen insgesamt 6 Prozent der Stellen wegfallen, was 7,6 Millionen Arbeitsplätzen entspricht. Über die Hälfte der Finanzchefs erwarten in ihren Firmen Nullrunden oder Kürzungen bei den Löhnen.
Auf einer Skala von null bis 100 bewerten die Vorstände aus den USA den wirtschaftlichten Ausblick mit einem Rekordtief von 40 Punkten. Ihre europäischen Kollegen sehen die Aussichten nur geringfügig besser bei 43 Punkten. Die CFOs asiatischer Aktienkonzerne ordneten ihre Prognosen bei einem Wert von 47 Zählern ein. Die Umfrage wurde am 27. Februar abgeschlossen.
manager-magazin.de mit Material von reuters
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