Auch viele Großbritannien-Fans dürften jahrelang mit den Zähnen geknirscht haben, wenn sie ihre Reise gebucht oder zwischen Cornwall und den schottischen Highlands die Hotelrechnung bezahlt haben. Die Preise waren dort schon deftig, von London ganz zu schweigen. Clubs, Pubs, Kinos, Theater oder die Modeszene - gute Gründe, in die englische Hauptstadt zu reisen, gibt es viele. Doch konnte manchem deutschen Urlauber bei den Kosten schon einmal schwindlig werden.
Schöner shoppen: Big Ben in London
Vergleichsweise teuer sind immer noch Hotels, durch den günstigeren Wechselkurs lässt sich aber einiges sparen. "Auch der Eintritt zu Sehenswürdigkeiten ist dadurch günstiger als vor einem halben Jahr", sagt Regina Zibell von VisitBritain in Berlin.
Einkaufen wird auch dadurch attraktiver, dass die Regierung die Mehrwertsteuer (VAT) von 17,5 auf 15 Prozent gesenkt hat. "London wirbt für sich als neues Shopping-Paradies", so Zibell. "Viele Einzelhändler machen den gesamten Januar und Februar Sales-Aktionen."
Zum Elektronik-Shopping nach Toronto
Nicht ganz so günstig wie im Nachbarland hat sich der kanadische Dollar (CAD) entwickelt: Anfang August gab es für einen Euro 1,59 CAD. Inzwischen sind es um 1,65. "Immerhin sechs Cent Unterschied", sagt Barbara Ackermann von der Canadian Tourism Commission in Düsseldorf.
Wer in Kanada viel mit dem Wohnmobil unterwegs sein will, kann dadurch einiges sparen - zumal der Dollarpreis für Benzin deutlich gesunken ist. Aber auch kleinere Ausgaben sind günstiger geworden: Ein Bier kostet 3,50 CAD (2,10 Euro), ein Busticket 2,50 (1,50 Euro), einmal Sushi essen in Vancouver 15 Dollar (9 Euro).
Städte wie Toronto könnten als Ziel für Shopping-Reisen an Attraktivität gewinnen, sagt Barbara Ackermann. Das liege zum einen am günstigeren Wechselkurs, zum anderen seien manche angesagten Elektronikartikel in Kanada günstiger als anderswo. Ein iPod touch von Apple
mit acht Gigabyte ist dort schon für 229 CAD (138 Euro) zu haben, in Deutschland kostet das gleiche Gerät rund 80 Euro mehr, so Barbara Ackermann.
Für solche Überlegungen kann sich allerdings schnell die Grundlage ändern. Die Wechselkurse bleiben in Bewegung: In vier Wochen kann alles schon wieder ganz anders sein.
Andreas Heimann, dpa
© manager magazin online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH