Donnerstag, 9. Februar 2012, 22:37 Uhr

manager magazin



11.01.2009
 

Private Krankenversicherung

Kassenbeitrag steigt um bis zu 20 Prozent

Viele Versicherte einer privaten Krankenkassen müssen in diesem Jahr deutlich mehr zahlen. Je nach Tarif steigt der Beitrag um bis zu 20 Prozent. Auch Neukunden werden kräftig zur Kasse gebeten. Schuld seien die gestiegenen Ausgaben für Arzneien und Behandlungen aber auch der neue Basistarif.

Berlin - Für viele privat Krankenversicherte sind die Beiträge zum Jahresanfang erneut deutlich gestiegen. Das ergab eine Umfrage des Berliner "Tagesspiegels" (Montagausgabe) unter den größten Anbietern. Durchschnittlich 3,5 Prozent sind es bei der Allianz, 9,2 Prozent bei der Victoria und 2,9 Prozent bei der DKV.

Es bleibt weniger übrig: Viele privat Versicherte müssen einen deutlich höheren Beitrag an ihre Krankenkasse zahlen.
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DPA

Es bleibt weniger übrig: Viele privat Versicherte müssen einen deutlich höheren Beitrag an ihre Krankenkasse zahlen.

Im Einzelfall können die Erhöhungen je nach Tarif jedoch auch bis zu 20 Prozent betragen. Nur die Debeka hat die Prämien nach eigenen Angaben nicht heraufgesetzt.

Für die neuerliche Preisrunde machen die Versicherer vor allem höhere Ausgaben für Arzneimittel, Arzt- und Heilpraktikerbehandlungen verantwortlich. Neukunden zahlen seit Jahresanfang zudem einen Aufschlag von rund 10 Prozent, weil sie künftig ihren Anbieter wechseln können.

Dazu muss die Branche seit Anfang dieses Jahres einen neuen Tarif, den Basistarif, anbieten. Dieser wird nach Angaben der Versicherer aber bisher kaum nachgefragt. Gegen den Basistarif haben zahlreiche Privatkassen Klage beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erhoben. Das Urteil wird im Frühjahr erwartet.

Auch gesetzlich Versicherte zahlen zumeist mehr

Doch auch für die meisten gesetzlich Krankenversicherten ist der Beitrag zum Jahresbeginn gestiegen - und zwar auf den Einheitssatz von 15,5 Prozent. Hiervon muss der Versicherte 0,9 Prozentpunkte allein tragen, die restlichen 14,6 Prozentpunkte teilt er sich mit seinem Arbeitgeber. Hintergrund ist der Gesundheitsfonds, in den alle gesetzlich Versicherten seit Jahresanfang einzahlen müssen.

Ob es bei den 15,5 Prozent bleibt, ist vorerst offen. Denn kommt eine Krankenkasse mit den Mitteln aus dem Gesundheitsfonds nicht aus, kann sie von ihren Mitgliedern einen zusätzlichen Beitrag von bis zu 1 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens erheben. In diesem Fall haben die Kunden ein Sonderkündigungsrecht und können die Kasse sofort wechseln.

manager-magazin-de mit Material von dpa-afx

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