Donnerstag, 9. Februar 2012, 22:51 Uhr

manager magazin



30.12.2008
 

Börsenausblick 2009

"Jahr der Extreme"

Es dürfte ein schwieriges Jahr werden, das der deutsche Aktienmarkt vor sich hat. Vor allem der Start könnte nach Einschätzung von Experten alles andere als geschmeidig ausfallen. Doch es gibt auch leise Hoffnung.

Frankfurt am Main - Dem deutschen Aktienmarkt steht 2009 ein schwieriges Börsenjahr bevor. Experten rechnen damit, dass die Auswirkungen der Finanzmarktkrise in der ersten Jahreshälfte voll durchschlagen werden und der Deutsche Aktienindex Dax Chart zeigen im Januar und Februar neue Rekordverluste verzeichnen könnte. Nach Aufräumarbeiten in den Bilanzen könnte dann frühestens in der Jahresmitte ein schwaches Leuchten am Ende des Tunnels erkennbar werden.

Licht am Ende des Tunnels: Nach einem schweren Start rechnen einige Experten im Jahresverlauf mit einer Erholung beim Dax
REUTERS

Licht am Ende des Tunnels: Nach einem schweren Start rechnen einige Experten im Jahresverlauf mit einer Erholung beim Dax

Das zarte Licht könnte die Hoffnung und Investitionsfreude der Börsianer entfachen und den Dax nach Meinung von Experten in der zweiten Jahreshälfte über die Hürde von 5000 Punkten tragen.

Ende des Jahres 2009 könnte das Börsenbarometer dann - günstige Rahmenbedingungen vorausgesetzt - bei 5500 oder 6000 Punkten liegen.

Die elf von der Nachrichtenagentur dpa-afx befragten Experten rechnen mit einem mehr oder weniger deutlichen Anstieg des Dax über 5000 Punkte zum Ende des kommenden Jahres.

Während die Postbank binnen Jahresfrist einen recht bescheidenen Anstieg auf 5150 bis 5350 Punkte erwartet, setzt die Helaba darauf, dass der Dax Ende 2009 die 6000 Punkte ins Visier nimmt. Die Bremer Landesbank rechnet gar schon innerhalb des zweiten Halbjahres mit einem Anstieg auf 6000 Punkte, der damit den Höhepunkt des Börsenjahres markieren könnte.

Einige Experten wollen angesichts der bestehenden Schwierigkeiten gar keine Dax-Prognose beziffern, andere wollen sich nur vage äußern. Einen Anstieg von bis zu 15 Prozent erwartet beispielsweise Fortis Chart zeigen. Allerdings könne es im schlimmsten Fall auch noch einmal 10 Prozent abwärts gehen.

Deutliche Worte findet Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers: "Diese Prognosen können Sie in den Schornstein werfen. So etwas wie das vergangene Jahr habe ich in den 38 Jahren, in denen ich mich nun mit Börse befasse, noch nicht erlebt."

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