01.12.2008
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Ende des Booms

Wie in Dubai die Immobilienblase platzt

Von Christoph Rottwilm

4. Teil: Deutsche Anleger überweisen 400 Millionen Euro an den Golf

Ob dies ein Einzelfall bleibt? "Die Fonds haben in den Anfängen Fehler gemacht", sagt ein Initiator zu manager-magazin.de. "Vieles davon wurde durch die rasanten Preissteigerungen in Dubai verdeckt."

Glaubt man den Anbietern, so wurden bis dato schon mehr als 400 Millionen Euro Eigenkapital in die Dubaifonds eingezahlt. Und fragt man sie nach der aktuellen Situation im Emirat, so hört man wenig Überraschendes. Ein Anbieter von Projektentwicklungsfonds sieht vor allem den Handel mit Immobilien beeinträchtigt; einer, der genau damit, mit dem Kaufen und schnellen Veräußern von Objekten nämlich, Geld für seine Investoren verdienen will, hat die heftigsten Verwerfungen dagegen angeblich im Bereich der Projektentwicklung geortet.

"Die Preiskorrekturen betreffen alle Assetklassen und sowohl bestehende Objekte als auch nicht bestehende", sagt dagegen JLL-Experte Moussalli. "Speziell Projektentwicklungen sind hart getroffen." Laut Moussalli kursieren Gerüchte, nach denen bereits mehrere geplante und schon veröffentlichte Projekte abgesagt wurden. Vieles werde zudem auf Eis gelegt und bestenfalls mit Verzögerungen an den Markt kommen.

Ein Beispiel: Gerade am heutigen Montag wurde bekannt, dass ein Joint Venture der Hochtief-Tochter Leighton den Bau des Trump Tower, einer Mischimmobilie mit Hotels, Wohnungen und Einzelhandelsgeschäften in Dubai für umgerechnet etwa 600 Millionen Euro, verschoben hat. Die Eigner hätten sich dazu entschieden, wegen der "schwächeren Marktbedingungen" einige ihrer Projekte zu verkleinern, teilte die Leighton Holdings Ltd mit. Der Immobilienentwickler Nakheel werde alle bislang bei dem Projekt angefallenen Kosten tragen. Die Tochter der Essener Hochtief AG hatte seit Juli 2008 in einem Joint Venture an dem Hochhausprojekt gearbeitet.

"Im Grunde leiden Bestandsimmobilien weniger unter der Krise, als Projektentwicklungen oder Objekte, die sich noch im Bau befinden", sagt Moussalli. Und wie geht es weiter? "Noch weiß keiner eine Antwort darauf", so der Experte. Es werde erwartet, dass sich die Lage bessert, sobald die Regierung konkrete Maßnahmen ergreift. Die ersten Ansätze der vergangenen Wochen haben nach Beobachtung von Moussalli bereits zu einer Entspannung geführt - jedenfalls ein klein wenig.

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