Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:27 Uhr

manager magazin



23.10.2008
 

Rettungspaket

Neue Bilanzregeln entlasten Banken

Die gelockerten Rechnungslegungsvorschriften werden nach Ansicht der deutschen Finanzaufsicht zu spürbaren Entlastungen für die Banken führen. Die Institute in Deutschland können nun Bewertungsmodelle anwenden, die Verzerrungen von Marktwerten ausgleichen sollen.

Bonn - Für die großen Institute rechnet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) damit, dass Lasten "in den Milliarden-Bereich hinein" in den Zahlen für das dritte Quartal aus den Bilanzen verschwinden könnten. Schönrechnen könnten sich die Institute ihre Bücher aber auch mit den neuen Regeln nicht. "Es führt nicht dazu, dass sich Quartalsergebnisse ins Gegenteil verkehren - es gibt aber einen Entlastungseffekt", prognostizierte BaFin-Exekutivdirektor Michael Sell am Donnerstag in Bonn.

Banken in Frankfurt: Sollen entlastet werden
Zur Großansicht
DPA

Banken in Frankfurt: Sollen entlastet werden

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten die neuen Regelungen Mitte Oktober angekündigt. Dies ist eine Konsequenz aus der Finanzkrise, durch die viele Produkte nicht mehr handelbar wurden und abgeschrieben werden mussten. Die deutschen Banken und Versicherungen können die neuen Regeln schon für das dritte Quartal anwenden. Damit sollen auch Wettbewerbsnachteile im Vergleich zu US-Geldhäusern vermieden werden, für die mittlerweile weniger strikte Regeln gelten als in der Vergangenheit.

Die Institute in Deutschland können nun Bewertungsmodelle anwenden, die Verzerrungen von Marktwerten ausgleichen sollen. Früher musste der jeweilige Marktpreis in die Bücher genommen werden - was zu massiven Abschreibungen führte, nachdem viele Märkte zusammengebrochen und die Papiere nicht mehr handelbar waren. Nun könnten unter den Rechnungslegungsstandards IAS 39 und IFRS "Bewertungsspielräume" genutzt werden, erläuterte Sell. Mit rund einem Dutzend Banken und Versicherungen habe die BaFin bereits "Schattenrechnungen" mit den neuen Regeln vorgenommen. Diese hätten versichert, die Regeln seien ein Beitrag, die "Problematik zu beheben".

Zugleich seien die Vorschriften aber "keine Bilanzkosmetik", versicherte Sell. Bei "toxischen Papieren" würde sich nichts ändern - diese müssten weiter abgeschrieben werden. "Wir wollen nicht schlechte Papiere schönrechnen, aber qualitativ hochwertige Papiere sollen nicht mehr in den Strudel geraten", machte die BaFin deutlich.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben