New York - Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober sackte am Dienstag um 3,98 Dollar auf 91,73 Dollar ab. Erst am Freitag war der US-Ölpreis erstmals seit Anfang April unter die Marke von 100 Dollar gefallen.
Händler begründeten den beschleunigten Preisverfall mit der Sorge vor einer kräftigen Eintrübung der weltweiten Konjunkturperspektiven. Die jüngste Zuspitzung der Finanzkrise wirke sich nicht nur auf die USA, sondern weltweit aus. Ein geringeres Wachstum hätte auch eine niedrigere Ölnachfrage zur Folge.
"Die Luft ist raus", kommentierten Händler den raschen Preisverfall beim Öl. Selbst die Hurrikansaison in den USA oder der jüngste Beschluss des Opec-Kartells, die Fördermenge zu kürzen, konnten den Preisverfall nicht aufhalten.
Da sich zeitgleich auch der Dollar stabilisiere, würden sich viele spekulative Investoren wieder aus dem Anlageziel Öl verabschieden. Die Erholung des Dollar wird außerdem als Grund genannt, warum die Benzinpreise in Europa derzeit wesentlich langsamer fallen als die Preise für Rohöl.
Preisrutsch von knapp 40 Prozent
Der Ölpreis hat innerhalb von zehn Wochen um knapp 40 Prozent nachgegeben. Anfang Juli kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent noch 145 Dollar.
Auch bei anderen wichtigen Rohstoffen haben die Notierungen deutlich nachgegeben. So ist der Preis für Aluminium und Kupfer zwischen Mitte März und September 2008 um jeweils rund 20 Prozent gefallen. Der Preis für Gold ging im selben Zeitraum um knapp 20, der Preis für Silber um rund 40 Prozent zurück. Die Preise für Weizen gaben um etwa 35 Prozent nach.
manager-magazin.de mit Material von dpa, ap und reuters
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