Stuttgart - Als erster Autokonzern weltweit hat Daimler
wegen der düsteren Konjunkturaussichten seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Trotz steigender Absatzzahlen bei Pkw und Nutzfahrzeugen geht der Premiumhersteller nicht mehr davon aus, den Gewinn des Vorjahres auch nur annähernd zu erreichen.
Steigende Rohstoffpreise, die sich abkühlende Weltkonjunktur und ungünstige Wechselkurse könnten durch höhere Verkaufszahlen und Effizienzverbesserungen nicht mehr voll kompensiert werden, begründete Daimler am Donnerstag die Rücknahme seiner bisherigen Geschäftsprognose.
Die Aktie von Daimler
drehte nach der Vorlage des jüngsten Quartalsberichts ins Minus und war mit einem Abschlag bis zu 10,4 Prozent in der Spitze bei rund 38 Euro Schlusslicht im Dax.
Bis Jahresende traut sich Daimler zwar einen leichten Umsatzanstieg zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus dem laufenden Geschäft werde jedoch lediglich die Markt von sieben Milliarden Euro überschreiten, stellte der Stuttgarter Konzern in Aussicht.
Bisher war Daimler von einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von deutlich über 7,7 Milliarden Euro ausgegangen. Diesen operativen Gewinn hatten die Stuttgarter 2007 erwirtschaftet, wenn positive und negative Sondereffekte aus Anteilsverkäufen und aus der Rest-Beteiligung an Chrysler unberücksichtigt bleiben.
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