Hamburg - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für die USA laut einem Pressebericht einen dramatischen Wachstumseinbruch prognostiziert. In einem Entwurf für den neuen Weltwirtschaftsausblick prognostiziere der Fonds für dieses Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von einem halben Prozent, schreibt die Wochenzeitung "Die Zeit" am Dienstag unter Berufung auf den Entwurf.
Bisher war der Fonds noch von einem Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Die IWF-Ökonomen gehen den Informationen zufolge davon aus, dass die amerikanische Wirtschaft mindestens zwei Quartale in Folge schrumpfen wird. Damit befänden sich die USA in einer Rezession. Grund seien die Finanzkrise und die Schwäche am Immobilienmarkt, die den Konsum dämpfe.
Die Deutschland-Prognose sei ebenfalls nach unten korrigiert worden. Bisher hatte der Fonds noch ein Plus von 1,5 Prozent vorhergesagt. Jetzt werde nur noch ein Anstieg von 1,2 Prozent erwartet.
Seine Schätzung für das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr hat der Währungsfond dem Bericht zufolge ebenfalls gesenkt. Laut "Financial Times Deutschland" rechnen die Experten jetzt mit 3,7 Prozent. Bislang hatte der IWF hier noch einen Anstieg von 4,1 Prozent vorausgesagt.
Der Chefvolkswirt des Währungsfonds, Simon Johnson stellt den Bericht kommende Woche anlässlich der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF und Washington vor. Bis daher seien noch Änderungen möglich.
manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx
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