Wiesbaden - Das Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte ist im dritten Quartal weiter zurückgegangen. Das Defizit der öffentlichen Haushalte sei im dritten Vierteljahr zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 4,4 Milliarden Euro gesunken, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit verbessert sich die Kassenlage der Republik weiter.
Grund für das schmelzende Minus ist eine
Art Zangenbewegung. Auf der einen Seite bringt die weiterhin gut laufende Konjunktur dem Staat mehr Einnahmen. Denn solange nicht nur die Unternehmen gut verdienen, sondern auch mehr Menschen einen Arbeitsplatz finden, steigen sowohl die Steuereinnahmen aus dem gewerblichen wie privaten Bereich.Zudem hat die Bundesregierung zu Beginn dieses Jahres eine deutliche Steuererhöhung durchgesetzt: Die Mehrwertsteuer wurde um drei Prozentpunkte auf 19 Prozent angehoben. Auch deshalb fließen zusätzliche Milliarden in die Staatskassen.
Zuletzt, also im dritten Quartal dieses Jahres, fielen die Einnahmen der öffentlichen Haushalte so um 2,5 Prozent höher aus als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Die Ausgaben aber legten mit 0,5 Prozent deutlich schwächer zu, so dass die weiterhin bestehende Finanzierungslücke zumindest sinkt.
Für die ersten drei Quartale errechnet das Bundesamt aber noch immer ein Finanzierungsdefizit von 19,2 Milliarden Euro. Das ist zwar eine gewaltige Summe - trotz der guten Konjunktur. Doch verglichen mit 2006 ein gewaltiger Schritt nach vorn: Im vergangenen Jahr fiel das Defizit in den ersten drei Quartalen des Jahres mit 39,1 Milliarden Euro noch mehr als doppelt so hoch aus.
manager-magazin.de mit Material von reuters
© manager magazin Online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH