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20.12.2007
 

Bulthaupt-Kolumne

Dollar bleibt schwach

Von Frank Bulthaupt

Die Verwerfungen am amerikanischen Immobilienmarkt spielen eine zentrale Rolle für den wirtschaftlichen Ausblick. Das Ausmaß der Krise wurde bisher mehrfach unterschätzt. Die US-Konjunktur und damit auch der Dollar könnten 2008 weiter unter Druck geraten.

Die Verwerfungen am US-Immobilienmarkt spielen eine zentrale Rolle für den wirtschaftlichen Ausblick 2008. Das Ausmaß der Krise wurde bisher mehrfach unterschätzt. Negative Überraschungen wirkten wiederholt auf die Finanzmärkte ein und drückten die Kurs-Gewinn-Verhältnisse der Finanzdienstleister in den einstelligen Bereich. Demgegenüber wurden in der Realwirtschaft kaum Bremsspuren sichtbar. Allerdings stehen hier die Belastungen noch bevor.

  Frank Bulthaupt , Professor für Kapitalmärkte und Volkswirtschaftslehre an der Sparkassen-Hochschule in Bonn, schreibt regelmäßig für manager-magazin.de
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Frank Bulthaupt, Professor für Kapitalmärkte und Volkswirtschaftslehre an der Sparkassen-Hochschule in Bonn, schreibt regelmäßig für manager-magazin.de

So ist zu erwarten, dass der Preisverfall am US-Immobilienmarkt die Defaults der Haushalte, die (etwa aufgrund ihrer Kredithistorie) ihre Immobilie im Subprime-Segment finanzierten, trotz staatlicher Hilfen weiter ansteigen lässt. In diesem Segment halten viele Immobilienbesitzer kein Finanzvermögen, das helfen könnte, die Krisensituation abzuwenden.

Vor diesem Hintergrund sind in den kommenden vier Quartalen spürbare Belastungen für den privaten Konsum vorgezeichnet. Hinzu kommt der mittlerweile stark gestiegene Ölpreis, dessen gesamtwirtschaftliche Wirkung verzögert eintreten wird und über das gesamte Jahr 2008 die konjunkturelle Dynamik belastet. Die daraus resultierenden Wachstumsverluste sind auf einen halben Prozentpunkt zu kalkulieren.

Überdies spricht vieles für eine nachlassende Investitionstätigkeit: Neben der Talfahrt im Wohnungsbau werden verschlechterte Finanzierungsbedingungen die Unternehmensgewinne dämpfen und Investitionsentscheidungen beeinträchtigen.

Insgesamt ist für 2008 bei einer geringen gesamtwirtschaftlichen Dynamik, die allenfalls von den Exporten gestützt wird, von einem realen US-BIP-Wachstum von 1,5 Prozent auszugehen. Diese Entwicklung dürfte von Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve bis auf 3,5 Prozent begleitet sein.

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