Zürich - Die Schweizer Großbank UBS
muss bei ihren Geschäften im US-Hypothekenmarkt zusätzliche zehn Milliarden Dollar abschreiben. Der größe Schweizer Bankkonzern gab am Montag zudem bekannt, dass nun auch im vierten Quartal und möglicherweise im Gesamtjahr 2007 mit einem Verlust gerechnet wird.
Im Oktober hatte die Bank noch einen Gewinn angekündigt. Auch das den Aktionären zurechenbare Ergebnis im Gesamtjahr 2007 werde möglicherweise negativ ausfallen, teilte das Züricher Institut am Montag mit.
UBS habe wegen der Abschreibungen mit zwei strategischen Investoren die Übernahme einer neu zu emittierenden Zwangswandelanleihe über 13 Milliarden Schweizer Franken vereinbart. Es handelt sich um den Staatsfonds GIC (Government of Singapore Investment Corporation) aus Singapur und einen weiteren, namentlich nicht genannten Staatsfonds aus dem Nahen Osten. Am Markt wurden Abu Dhabi und Oman genannt. Es sei abgemacht, nicht über den Namen zu sprechen, sagte UBS-Verwaltungsratschef Marcel Ospel am Montag in Zürich. Vor knapp zwei Wochen hat bereits der weltgrößte Staatsfonds, die Abu Dhabi Investment Authority, 4,9 Prozent an der Citigroup
für 7,5 Milliarden Dollar
gekauft.
Singapur "zuversichtlich für das Wachstumspotenzial"
Die Geldgeber lassen sich ihr Engagement gut von der UBS bezahlen. Die Anleihen werden mit 9 Prozent verzinst. Dies bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung, die Mitte Februar 2008 stattfinden wird. GIC und der zweite Investor verpflichten sich zur Zeichnung von 11 Milliarden respektive zwei Milliarden Franken.
"Wir haben diese erhebliche Investition getätigt, weil wir zuversichtlich für das langfristige Wachstumspotenzial der Bank vor allem beim Vermögensmanagement sind", sagte GIC-Chef Tony Tam Keng Yam am Montag. Der Staatsfonds sei daher von seiner bisherigen Strategie abgewichen, nur kleinere Beteiligungen zu suchen.
Mit dem Verkauf eigener Aktien und dem Verzicht auf eine Bardividende will UBS ihre Kapitalbasis weiter stärken. UBS wolle 36,4 Millionen eigene Aktien aus ihrem Bestand verkaufen, die eigentlich eingezogen werden sollten. Investoren hätten bereits ihr Interesse an diesen Aktien signalisiert.
Anstelle der Bardividende 2007 schlägt UBS zudem eine Aktiendividende vor. Dazu sollen Bonusaktien ausgegeben werden. Auch diesem Vorschlag müssen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung noch zustimmen.
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