Von Frank Bulthaupt
Aktien- und Bondmärkte gehen getrennte Wege. Die Wegscheide bildete die Subprime-Krise in den USA, die Aktien- und Bondmärkte auf unterschiedliche Pfade leitete.
Die Verunsicherung im Gefolge der Subprime-Krise haben die Aktienmärkte seit den Liquiditätsspritzen der großen Zentralbanken schnell über Bord geworfen. Das verdeutlichen Aktien-Volatilitätsindizes wie VDax oder Vix.
Diese Gradmesser der Angst liegen mittlerweile unter ihren historischen Durchschnittswerten und haben insofern ein Wohlfühlniveau erreicht. Die Macht der guten Laune hat die Aktienkurse auf einen Aufwärtspfad gelockt. Der Dax
steht wieder an der magischen 8000er-Marke, der Dow Jones
bewegt sich klar über 14.000.
Zu bedenken ist, dass Aktien in diesem Umfeld besonders anfällig sind gegenüber negativen Überraschungen, insbesondere wenn die Subprime-Krise in den Bankbilanzen tiefere Spuren hinterlässt als erwartet. Auch ein sich abschwächendes US-Wirtschaftswachstum im Umfeld sinkender Gewinnmargen eignet sich als Nährboden neuer Enttäuschungspotentiale.
Verängstigung an den Bondmärkten
Während Dax und Dow nahezu unbekümmert neuen Höhen entgegenfiebern, ist die Stimmung an den Bondmärkten mit jener einer Wagner-Oper vergleichbar. Bedrückt schreiten die Märkte für Staatsanleihen auf einem Weg des Misstrauens.
Es sind weniger die fundamentalen Faktoren wie Inflationstrend und Konjunktursorgen, die im Zusammenspiel mit den erwarteten Zinsschritten der Zentralbanken das gegenwärtige Renditeniveau prägen; vielmehr haben die Suche nach Sicherheit sowie die Flucht in die Qualität die Bondmärkte fest im Griff. Die Anspannung wird bereits an den Geldmärkten sichtbar.
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