Viele Anleger landen im Minus
Ein besonders krasses Beispiel ist der RWI Fonds 135. Bei dieser Beteiligungsgesellschaft reicht der Verkaufserlös nicht einmal, um die Restschuld zu tilgen. Um den Verkauf der Objekte - drei Büro- und Gewerbeimmobilien in Halle, Magdeburg und Essen - überhaupt zu ermöglichen, muss die finanzierende Bank auf Forderungen in Höhe von fünf Millionen Euro verzichten. "Der Forderungsverzicht ist gesichert", gibt sich Quambusch allerdings zuversichtlich.
Pikantes Detail am Rande: Auch die Anleger dieses Fonds müssen Westfonds und deren Berater für deren Tätigkeit im Rahmen der Pakettransaktion gesonderte Gebühren zahlen. Etwa 5 Prozent des Verkaufserlöses sind beim RWI 135 allein dafür zu berappen.
Insgesamt 13 der 29 zur Auflösung anstehenden Fonds landen unterm Strich bei einem Gesamtergebnis von weniger als 200 Prozent der Einlage. Ziemlich wenig für die Anleger. Schließlich stammen die Fondsgesellschaften zum Großteil noch aus den 70er und 80er Jahren - und kommen daher auf eine entsprechend niedrige jährliche Performance.
Verweigern die Investoren dieser Fonds ihr Plazet, so könnte der Milliardendeal schnell auf Normalmaß schrumpfen. Etwa 35 Prozent des insgesamt anvisierten Verkaufserlöses entfallen auf Fonds, die unterhalb der kritischen Grenze von 200 Prozent Gesamtrückfluss bleiben. Mindestens 500 Millionen Euro würden an den möglichen 1,5 Milliarden Euro Gesamterlös in dem Fall also fehlen.
Am Investmentmarkt war ein Immobilienpaket in den vergangenen Wochen und Monaten sicher auch in dieser Größe problemlos absetzbar. Internationale Großanleger stehen dort Schlange. Nicht zuletzt aufgrund des bislang günstigen Zinsniveaus suchten sie nach Anlagemöglichkeiten für zum Teil gigantische Beträge.
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