Ölpreis auf Rekordniveau
Dagegen verbuchten die Anteilsscheine der Metro
dank gestiegener Umsätze des weltweit drittgrößten Einzelhändlers ein Plus und stiegen um 0,65 Prozent auf 57,64 Euro. Zu den Favoriten der Anleger im Dax zählten die Aktien von Linde
mit einem Plus von 1,25 Prozent auf 87,95 Euro. Händlern zufolge trieben Anschlusskäufe nach den starken Zahlen vom Montag die Titel weiter an.
Der Ölpreis erklomm derweil am Dienstagabend einen Höchststand. US-Leichtöl erreichte mit 78,21 Dollar einen Rekord-Schlussstand. Der bisherige Rekord-Schluss war am 14. Juli vergangenen Jahres mit 77,03 Dollar erreicht worden. In den vergangenen zwei Monaten sind die Rohölpreise damit um mehr als 20 Prozent gestiegen. Am Mittwoch verbilligte sich Rohöl etwas. Im elektronischen Handel an der New Yorker Rohstoffbörse kostete ein Barrel (159 Liter) 77,75 Dollar, etwa 46 Cent weniger als am Dienstag.
Nordsee-Öl der für Europa wichtigen Sorte Brent verlor in London 48 Cent auf 76,57 Dollar, liegt aber damit auf ähnlich hohem Niveau wie US-Öl. Zu dem aktuellen Preisauftrieb bei US-Öl trug die Erwartung der Börse bei, dass sich die Lagerbestände in den USA in nächster Zeit deutlich verringern werden.
Ursachen für den kontinuierlichen Preisanstieg der vergangenen Wochen waren auch Ausfälle in Raffinerien, Produktionskürzungen in Nigeria und in der Nordsee sowie Prognosen, wonach die globale Nachfrage das verfügbare Angebot bis Ende des Jahres übertreffen soll. "Neben den Fundamentaldaten spielen eben auch Spekulationen derzeit eine wichtige Rolle an den Märkten", sagte der Experte des Energie-Informationsdienstes, Rainer Wiek. Es gebe vor allem in den USA Druck von der Nachfrageseite.
Der Euro
wurde heute ebenfalls teurer. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,3707 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte ihren Referenzkurs zuvor auf 1,3663 US-Dollar festgesetzt, nach Dienstag: 1,3707 am Dienstag. Ein Dollar kostete damit 0,7319 Euro.
"Die US-Wirtschaft schwächt sich stärker als bisher erwartet ab", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst von der Bremer Landesbank. Dies signalisiere der Nachmittag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex ISM für das Verarbeitende Gewerbe. "Die Hoffnung auf eine baldige Belebung der US-Wirtschaft wurde enttäuscht." Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe gilt als wichtigster Frühindikator der US-Konjunktur. Der Index sank im Juli von 56,0 Punkten im Vormonat auf 53,8 Punkte. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem zum Vormonat unveränderten Wert von 56,0 Punkten gerechnet.
An der New Yorker Wall Street tendierten die Kurse bisher uneinheitlich. Während der Dow-Jones-Industrial-Index
um 0,4 Prozent auf 13 258 Punkte stieg, verlor der Nasdaq Composite 0,1 Prozent auf 2544 Zähler.
manager-magazin.de mit Material von dpa-afx, dpa und reuters
© manager magazin online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH