Madrid/ New York/Tokio - Der ehemalige Chef der US-Notenbank Fed, Alan Greenspan, hat vor einer dramatischen Kurskorrektur an der chinesischen Börse gewarnt. Die jüngsten Kursanstiege seien nicht nachhaltig, sagte er am Mittwoch bei einem Manager-Treffen in Spanien. Eines Tages werde es einen kräftigen Einbruch geben. Das Wirtschaftswachstum weltweit sei jedoch stark genug, um auch einen Verfall der Aktienpreise in China auszuhalten.
Die Börse in Schanghai erreichte am Mittwoch einen Rekordstand. Seit Jahresanfang liegt das Plus bei etwa 55 Prozent. Die Weltwirtschaft wachse derzeit so schnell wie noch nie zuvor, sagte Greenspan weiter. Dies sei auf die billigen Exporte aus China, die Arbeitskräfte in Osteuropa und die niedrige Inflation zusammen mit den niedrigen Zinsen. Dieses Wachstum werde jedoch nicht anhalten, warnte Greenspan. "Das kann nicht andauern und wird nicht andauern, weil es eine einmalige Anpassung ist." Diese sei darauf zurückzuführen, dass die chinesischen und osteuropäischen Arbeitskräfte Teil der Weltwirtschaft geworden seien.
Als Reaktion auf Greenspans Äußerung drehten die US-Aktien ins Minus. Der Dow Jones
ging schließlich mit einem Verlust von 0,11 Prozent auf 13.525 Zählern aus dem Handel. Der Nasdaq Composite
verlor 0,40 Prozent auf 2577 Zähler. Auch in Japan notierten die Inidzes am Donnerstagmorgen leichter. Der 225 Werte umfassende Nikkei
verlor 0,11 Prozent auf 17.686 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 0,14 Prozent nach auf 1737 Zähler.
manager-magazin.de mit Material von reuters
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