Neue Währung für Firmenkäufe
Blackstone würde sich wiederum mit dem Börsengang und eigenen Aktien eine neue Geldquelle an der Wall Street auftun und eine bei Unternehmensaufkäufen einsetzbare "Währung" schaffen. Private Equity Firmen Unternehmen hatten allerdings auch bisher keine Probleme damit, sich bei Pensionskassen, Stiftungen, Banken, Versicherungen und anderen institutionellen Kreditgebern und Anlegern sowie reichen Investoren immer höhere Milliardensummen zu beschaffen.
Firmen wie Blackstone, Kohlberg Kravis Robert, Bain Capital und Texas Pacific Group sowie zahlreiche andere einschlägige Firmen aus aller Welt haben momentan 400 Milliarden Dollar verfügbar. Da sie in der Regel Akquisitionen zum größten Teil auf Pump vornehmen, könnten sie damit theoretisch Gesellschaften mit einem Gesamtwert von zwei Billionen Dollar übernehmen.
Auch andere Investoren könnten an die Börse streben
Da Finanzinvestoren inzwischen nicht nur im Alleingang, sondern überwiegend in Gruppen auf Firmenjagd gehen, sind selbst Großkonzerne in aller Welt nicht mehr sicher vor ihnen.
Ein Investmentfirmen- Konsortium hat kürzlich unter Einschluss von Schuldenübernahmen rund 45 Milliarden Dollar für TXU geboten, einen der größten US-Stromversorger. Blackstone hatte kürzlich die größte US-Büroimmobilienfirma Equity Office Properties gekauft: die Transaktion hatte einen Wert von 39 Milliarden Dollar. Es war das bis dahin teuerste Investmentfirmen-Deal, ehe es rasch von der geplanten TXU- Übernahme übertrumpft wurde.
Nach dem kürzlich erfolgten Börsengang der US-Firma Fortress Investment haben offensichtlich nach unbestätigten Wall-Street-Spekulationen nicht nur Blackstone sondern auch andere große US-Investmentfirmen Interesse an Börsengängen.
manager-magazin.de mit dpa
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