Donnerstag, 9. Februar 2012, 01:52 Uhr

manager magazin



15.11.2006
 

Aktienhandel

Banken gründen neue Börse

Sieben führende Investmentbanken, darunter Citigroup und die Deutsche Bank, wollen eine neue europäische Handelsplattform schaffen. Diese würde in Konkurrenz zu anderen Börsen wie LSE oder Deutscher Börse treten: Ziel sind mehr Wettbewerb und günstigere Handelsgebühren.

Frankfurt am Main - Die Banken Citigroup Chart zeigen, Credit Suisse Chart zeigen, Deutsche Bank Chart zeigen, Goldman Sachs Chart zeigen, Merrill Lynch Chart zeigen, Morgan Stanley Chart zeigenund UBS Chart zeigen kündigten am Mittwoch die Gründung eines neuen Unternehmens mit einem unabhängigen Managerteam an, das die Plattform entwickeln solle.

Börsenhandel: Investmentbanken wollen neue Handelsplattform gründen
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REUTERS

Börsenhandel: Investmentbanken wollen neue Handelsplattform gründen

Die Banken werden Anteilseigner und haben sich zur Finanzierung verpflichtet. Ein Sprecher der Banken ließ jedoch offen, wie hoch der Anteil der einzelnen Institute sei. Die Banken hätten zudem eingewilligt, Personal für die neue Börse freizustellen.

Das Ziel sei, die beim Kauf und Verkauf von Aktien anfallenden Kosten zu senken und eine größere Transparenz in Bezug auf Preise und Volumina zu ermöglichen. Jedem, der über die neue Plattform handeln möchte, solle dazu die Möglichkeit erhalten.

EU-Richtlinie fordert mehr Wettbewerb

Die Gründung des Unternehmens sei eine Reaktion auf eine neue EU- Direktive, die im November 2007 in Kraft tritt. Die "Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente" soll den Wettbewerb im europäischen Aktienhandel fördern und neue Handelsplattformen ermöglichen.

Der Aktienhandel konzentriere sich heute auf eine Anzahl inländischer Börsen, sagte ein Sprecher des Konsortiums. Man wolle nun eine integrierte europaweite Handelsplattform schaffen, auf der Aktien kostengünstiger gehandelt werden können.

Dem "Wall Street Journal" zufolge könnte die Plattform Anfang 2008 starten. Die Banken stehen nach Angaben der "Financial Times" für rund die Hälfte aller gehandelten europäischen Aktien.

"Weniger Kosten, höhere Transparenz"

Die neue Handelsplattform stellt den Angaben zufolge ihr eigenes Managementteam ein, das von den gründenden Investmentbanken unabhängig ist, die ihrerseits die Aktionäre sein werden. "Das Konsortium macht es sich zur Aufgabe, Liquidität von anderen Marktteilnehmern anzuwerben - die das System gleichberechtigt mit den Gründern nutzen werden", hieß es.

"Alle Beteiligten werden in der Lage sein, Aufträge für ihre Kunden auf einer Plattform zu erfüllen, die darauf ausgerichtet ist, die Kosten beim Ankauf und Verkauf von Aktien zu senken und eine höhere Transparenz der Aktienkurse und -volumen zu fördern", teilten die Banken mit.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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