Donnerstag, 9. Februar 2012, 16:38 Uhr

manager magazin



Kolumnenmanager magazin RSS  - Kolumnen

Alle Artikel und Hintergründe

21.08.2006
 

Bulthaupt-Kolumne

Sparen oder Steuern

Von Frank Bulthaupt

Seit Ende vergangenen Jahres profitiert Finanzminister Peer Steinbrück von den Konsolidierungserfolgen deutscher Unternehmen. Dennoch steigt die Schuldenquote - was kommt da auf den Steuerzahler zu?

Lang, lang ist`s her, dass das Problem Staatsverschuldung einfach durch den Druck von mehr Geld und die dadurch erzeugte Hyperinflation behoben wurde. Heutzutage begrenzen das Grundgesetz sowie der Vertrag von Maastricht den Anstieg der Schulden der öffentlichen Hand in Deutschland.

  Frank Bulthaupt , Aktienmarktexperte der Dresdner Bank, schreibt regelmäßig für manager-magazin.de
Zur Großansicht
mm.de

Frank Bulthaupt, Aktienmarktexperte der Dresdner Bank, schreibt regelmäßig für manager-magazin.de

Nach dem Maastrichter Vertrag kann sich eine Regierung eine Neuverschuldung bis zu 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erlauben, ohne dass Strafen aus Brüssel und damit einhergehende journalistisch Häme drohen. Nach den ständigen Verfehlungen der vergangenen vier Jahre hat Deutschland nun angesichts zweistelliger Steigerungsraten der gewinnabhängigen Steuern - die Einnahmen aus der Körperschaftssteuer stiegen zum Beispiel um 45 Prozent vom ersten Halbjahr 2005 auf das abgelaufene Halbjahr - gute Aussichten, in diesem Jahr die Maastricht-Drei einzuhalten und die im März bereits eingeleitete Verschärfung des Defizitverfahrens zumindest aussetzen zu lassen.

Konzentration auf das Unwesentliche

Diese nachvollziehbare Fokussierung auf die Maastricht-Drei macht allerdings auf einem Auge blind; eine Blindheit, die nicht als Götterstrafe für das unerlaubte Erblicken von etwas Göttlichem anzusehen ist, sondern auf reiner Bequemlichkeit beruht. Diese Blindheit bezieht sich auf die Entwicklung der Schuldenquote, der Relation zwischen der aufsummierten Staatsschuld zum BIP. Diese Quote ist von 2001 bis 2005 trotz sinkender Ausgaben für Investitionen um fast zehn Prozentpunkte auf 67,7 Prozent angestiegen; bis Ende 2007 sind nach den Prognosen der EU-Kommission sogar 70 Prozent zu erwarten.

Selbst eine fortgesetzte Neuverschuldung nur in Höhe der geforderten 3 Prozent würde in einem günstigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld mit einem realen Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent und 2 Prozent Inflation die Schuldenquote langsam aber stetig ansteigen lassen, bis sie sich zwischen 80 und 100 Prozent einpendelt.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben