München - "Ungefähr 50 Prozent der Anteile werden umplatziert. Dazu kommt eine Kapitalerhöhung, die höher sein wird als die Umplatzierung", sagte Unternehmenschef Joachim Hunold der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe).
Daraus würde sich ein Streubesitz von etwa 75 Prozent errechnen, bisher war von weniger ausgegangen worden. Derzeit gehört Air Berlin sieben Investoren, darunter auch Hunold. "Ich gebe nichts ab. Meine Haltefrist liegt sogar bei 18 Monaten. Die der übrigen Gesellschafter wird wie üblich sechs Monate betragen". sagte Hunold.
Air Berlin plane den Börsengang im Mai, bestätigte Hunold. Mit einem Volumen von 700 bis 900 Millionen Euro wäre es nach Wacker-Chemie der zweitgrößte Börsengang des Jahres. Nach Angaben Hunolds setzt Air Berlin auch auf Privatanlager.
Offenbar sollen Vielflieger bei der Zuteilung in Kooperation mit der Commerzbank-Tochter Comdirect bevorzugt werden. Commerzbank und Morgan Stanley begleiten den Börsengang. Laut Brancheninformationen soll die Preisfindungsphase am Montag kommender Woche beginnen.
Mit dem Emissionserlös will Hunold das weitere Wachstum finanzieren. Auch Akquisitionen seien möglich: "Wir werden uns mit Sicherheit das eine oder andere anschauen." Zudem sollen Schulden abgebaut werden, sagte der Firmenchef. Der Start in das Geschäftsjahr 2006 stimme ihn zuversichtlich: "Wir sind mit den Buchungszahlen sehr zufrieden."
dpa-afx
© manager magazin Online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH