03.02.2005
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Deutsche Bank

Gewinnsprung und Stellenabbau

2. Teil: Viertes Quartal besser als erwartet

Viertes Quartal fällt besser als erwartet aus

Im vierten Quartal hat die Deutsche Bank wegen einer geringen Risikovorsorge sowie eines guten Ertrags im Eigenhandel und Provisionsgeschäft etwas mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Gewinn sei wegen einer bereits angekündigten Sonderbelastung für den Stellenabbau von 436 Millionen Euro im Vorjahr auf 269 Millionen Euro nach Steuern gesunken, hieß es am Donnerstag weiter. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 156 Millionen Euro gerechnet.

Die Sonderbelastung fiel mit 574 Millionen Euro etwas niedriger aus als die Anfang Januar angekündigten rund 600 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern sank von 676 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 418 (Prognose: 303) Millionen Euro. Die Deutsche Bank konnte zudem in den vergangenen beiden Quartalen anhaltenden Ertragsrückgang auf Quartalssicht stoppen. Die Erträge legten von 5,208 Milliarden auf 5,313 Milliarden Euro zu. Hier hatten die Experten mit einem Verharren auf dem Vorquartalsniveau von 5,056 Milliarden Euro gerechnet.

Zinsüberschuss schwächer als erwartet

Bei den Erträgen blieb die Bank beim Zinsüberschuss hinter den Erwartungen zurück, übertraf diese jedoch sowohl beim Provisionsüberschuss als auch Handelsergebnis ebenso wie bei der Risikovorsorge. Der Zinsüberschuss fiel um sieben Prozent auf 1,171 (Prognose: 1,234) Milliarden Euro zurück. Im Provisionsgeschäft legte der Überschuss dagegen um knapp vier Prozent auf 2,445 Milliarden Euro zu. Hier lag die Prognose bei 2,326 Milliarden Euro.

Handelsergebnis zog im vierten Quartal deutlich an

Auch beim Handelsergebnis legte die Bank überraschend zu. Es stieg von 1,358 Milliarden auf 1,462 Milliarden Euro und damit wieder auf das im zweiten Quartal erreichte Niveau. Experten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Die in der Bilanz ausgewiesene Vorsorge für Kreditausfälle ging von 219 Millionen auf 11 Millionen Euro zurück und fiel damit deutlich geringer aus als die Analystenprognose von 111 Millionen Euro.

Die zinsunabhängigen Kosten stiegen um 13 Prozent auf 4,884 Milliarden Euro. Ohne die genannte Sonderbelastung wegen des Stellenabbaus (574 Millionen Euro) und weiteren rund 200 Millionen Euro für die Verringerung des Anteils aktienbezogener Vergütungsprogramme wären die zinsunabhängigen Aufwendungen jedoch um etwa 2,4 Prozent gefallen. Durch den letztgenannten Schritt wolle die Bank die Aufwendungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen in den kommenden Jahren reduzieren.

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