Devisenmarkt-Intervention mit den USA nicht zu machen
Das Thema Wechselkurse wird voraussichtlich auch das Treffen der sieben führenden Industrienationen (G7) Anfang kommenden Monats bestimmen. "Es hat große Bewegungen am Devisenmarkt gegeben, daher gibt es sicherlich Raum für Diskussionen", verlautete aus G7-Kreisen.
Angesichts anhaltender Interessenkonflikte zwischen den Ländern bezweifeln Experten allerdings, dass sich die G7-Gruppe auf gemeinsame Devisenmarkt-Interventionen einigen wird. Die US-Regierung wolle im Jahr der Präsidentenwahlen die Impulse für die US-Exportwirtschaft durch den schwächeren Dollar vermutlich nicht aufs Spiel setzen.
Deutsche Bank: EZB sollte bei 1,40 Dollar intervenieren
Nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter sollte die EZB erst bei einem Euro-Kurs von 1,40 US-Dollar eingreifen. Eine Intervention zum jetzigen Zeitpunkt sei "verfrüht und wahrscheinlich nicht produktiv", sagte er dem Deutsche Welle TV. "Ich vermute, dass die Zentralbank sich geistig auf diesen Schritt vorbereitet, möglicherweise zuvor aber eine Senkung der Zinsen veranlasst", sagte der Ökonom. Die EZB werde diesen Schritt "hoffentlich dann auch mit der US-Zentralbank zusammen nur unternehmen, wenn an den Märkten deutlich wird, dass der Wechselkurs deutlich zu weit gegangen. ist".
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