12.05.2003
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Deutsche Post

S&P senkt den Daumen

Die Bonitätswächter von Standard & Poor's sorgen sich um die Pensionsverpflichtungen der Post. Die hohen Rückstellungen werden nun als Finanzverbindlichkeiten eingestuft und haben eine Ratingabstufung zur Folge.

London - Die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat die Langfrist-Einstufung der Deutschen Post Chart zeigen und der Postbank auf "A" von bislang "A+" zurückgenommen. Der Ausblick sei negativ, teilte S&P am Montag mit.

  Gelassen : Die Herabstufung wird keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Finanzierungskosten, heißt es in der Konzernzentrale
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Deutsche Post World Net

Gelassen: Die Herabstufung wird keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Finanzierungskosten, heißt es in der Konzernzentrale

Die Herunterstufung der Deutschen Post basiere auf einer geänderten Bewertung von Pensionsrückstellungen, hieß es. Die entsprechenden Positionen würden von ihrem Charakter her in vollem Umfang als Finanzverbindlichkeiten eingestuft.

Die Post teilte in Reaktion auf die Herabstufung mit, dass sie die Einschätzung der Agentur hinsichtlich der Pensionsrückstellungen nicht teile und sich dabei im Einklang mit externen Bilanzexperten und auch mit anderen Unternehmen befinde.

"Die Herabstufung des Ratings durch S&P hat für den Konzern Deutsche Post World Net keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Finanzierungskosten", teilte die Post weiter mit. Der überwiegende Teil der Finanzverbindlichkeiten des Unternehmens seien durch feste Zinsbindungen abgesichert.

S&P bestätigt Kurzfristrating der Post

Das Kurzfristrating der Deutschen Post von "A-1" bestätigte S&P. Die Rating-Agentur hob hervor, dass der starke Cash-Flow das Rating der Post unterstütze. Außerdem gehen S&P davon aus, dass das Unternehmen die geplante Übernahme der Bodenaktivitäten der US-Fluggesellschaft Airborne erfolgreich abschließen werde. Dies werde die Position der Post im Express-Geschäft in den USA deutlich stärken, hieß es.

Die Post teilte weiter mit, sie rechne auch bei den beiden anderen großen Agenturen Moody's und Fitch in den kommenden Wochen mit Rating-Entscheidungen.

Auch Langfrist-Rating der Postbank gesenkt

S&P nahm am Montag auch das Langfrist-Rating der Postbank auf "A" von "A+" zurück. Die Entscheidung stehe im Zusammenhang mit der Zurücknahme des Deutsche Post-Ratings, hieß es. S&P betrachte die Bank als zentrales Tochterunternehmen der Post. Außerdem sei Profitabilität der Bank relativ schwach. Dagegen reflektiere das Risikoprofil der Postbank die starke Position des Instituts im Retailgeschäft und eine robuste Kapitalisierung.

Die Aktie der Deutschen Post notierte am Montagmittag in einem nachgebenden Gesamtmarkt mit knapp drei Prozent im Minus bei 11,06 Euro.

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