ITmanager magazin RSS  - IT - IT


02.10.2003
Twitter GooglePlus Facebook

T-Aktie

Chronik des Niedergangs

9. Teil: Rekordverlust von ca. 25 Milliarden Euro

28. November 2002: Kaum im Amt, baut Kai-Uwe Ricke den Telekom-Vorstand massiv um. Neu in das Gremium berufen werden die Manager Rene Obermann für den Mobilfunk und Thomas Holtrop für das Onlinegeschäft. Josef Brauner bleibt für das Festnetz verantwortlich und führt auch fürs erste die Systemlösungen weiter, für die aber ein separater Sitz an der Konzernspitze vorgesehen ist.

  Neuer Mann im Telekom-Vorstand:  Thomas Holtrop
Zur Großansicht
AP

Neuer Mann im Telekom-Vorstand: Thomas Holtrop

Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick, gegen den wegen der Immobilien-Affäre immer noch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen laufen, wird Vize-CEO. Er übernimmt diesen erst vor vier Monaten eingerichteten Posten von Gerd Tenzer, der nach 13 Jahren den Vorstand vorzeitig verlassen muss.

Der neue Vorstand wird künftig nur noch aus sechs Mitglieder bestehen. Für die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern (einschließlich des bereits abgetretenen Ron Sommer) bildet die Telekom Chart zeigen Rückstellungen in Höhe von 25 Millionen Euro.

2. Dezember 2002: Die Telekom bestätigt Gerüchte, die seit einigen Wochen im Markt sind. Um die hohe Verschuldung von über 65 Milliarden Euro abzubauen, will der Konzern seinen Anteil an der Internettochter T-Online Chart zeigen deutlich reduzieren. Der Vorstand plane den Verkauf von insgesamt rund 120 Millionen T-Online-Aktien (einschließlich einer Mehrzuteilungsoption von 20 Millionen Aktien), teilt die Telekom mit, ohne eine Preisspanne zu nennen. Der voraussichtliche Verkaufserlös wird auf mehr als 700 Millionen Euro geschätzt.

4. Dezember 2002: Der Verkauf der T-Online-Aktien wird bestätigt; die Papiere wurden bereits platziert.

12. Dezember 2002: Weitere Verkaufsgerüchte machen die Runde. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, soll unter anderem die Deutsche Funkturm GmbH veräussert werden. Mit dem Verkauf könnte die Telekom nach Ansicht von Experten bis zu vier Milliarden Euro erlösen. In der Funkturm GmbH sind vor allem die 15.000 deutschen Mobilfunk-Standorte der Konzernschwester T-Mobile gebündelt. Dazu zählen sowohl einzelne Funkantennen auf Hausdächern wie auch große Antennenmasten.

5. Januar 2003: Neue Spekulationen sorgen für Aufsehen. Nach Informationen der britischen Zeitung "Independent on Sunday" plant Vodafone Chart zeigen eine Milliarden-Übernahme im amerikanischen Mobilfunkmarkt. Ziel, so das Blatt, könnte T-Mobile USA sein - das Unternehmen, das zuvor unter dem Namen Voicestream für 39 Milliarden Euro von der Telekom übernommen war.

11. Februar 2003: Mehrere Medien berichten, die Telekom wolle bis Sommer 2003 große Teile ihrer Konzernverwaltung verkleinern und dabei mehr Stellen als zunächst mitgeteilt abbauen. Demnach sollen rund 3000 der etwa 4000 Stellen in der Konzernholding gestrichen werden. Insgesamt sollen den Plänen zufolge bis 2005 weltweit 43.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Alles in allem beschäftigt die Telekom 256.000 Mitarbeiter.

  Rücktritt:  Hans-Dietrich Winkhaus
Zur Großansicht
DPA

Rücktritt: Hans-Dietrich Winkhaus

9. März 2003: Es wird bekannt, dass der in Zusammenhang mit dem dramatischen Wechsel an der Konzernspitze in die Kritik geratene Telekom-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Dietrich Winkhaus zurücktreten wird. Sein Nachfolger soll Klaus Zumwinkel werden, der Vorstandschef der früheren Schwestergesellschaft Deutsche Post AG Chart zeigen.

10. März 2003: Die Telekom präsentiert ihre Zahlen für 2002. Der Verlust liegt wegen hoher Abschreibungen bei fast 25 Milliarden Euro - der höchste Verlust der deutschen Unternehmensgeschichte.

20. Mai 2003: Der Konzern lädt zur Hauptversammlung in Köln. Vorstandschef Kai-Uwe Ricke kündigt an, man wolle die Telekom bis zum Jahr 2007 zum führenden innovativen Dienstleistungsunternehmen der Informations- und Telekommunikationsindustrie machen. Das Unternehmen wolle sich künftig "radikal auf den Markt und unsere Kunden ausrichten", sagt Ricke. "Wir werden komplett umdenken."

Das laufende Jahr 2003 sei "ein Jahr des Umbruchs". Mit neuer Führungsmannschaft, einer angepassten Strategie und neuen Zielen wolle die Telekom das Jahr 2002, das schwärzeste Jahr in ihrer Geschichte, überwinden.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Vor Börsengang
Facebook verliert GM als Werbekunden
Lebenslaufaffäre
Keine Abfindung für Ex-Yahoo-Chef
Falscher BA-Abschluss
Lebenslauf kostet Yahoo-Chef den Job
Geringerer Gewinn
Telefonica fällt mit Spaniens Wirtschaft

© manager magazin online 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken