Mittwoch, 25. Mai 2016

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Zu teuer Deutsche Bank stoppt Handel mit Gold und Silber

Goldbarren: Die Banken verdienen kaum noch etwas mit dem Geschäft

Die Deutsche Bank fährt ihren Handel mit Edelmetallen zurück. Das physische Geschäft mit Gold und Silber will sie ab sofort komplett einstellen. Es lohnt sich schlicht nicht mehr.

Frankfurt - Die Investmentbanksparte werde das Geschäft mit Gold, Silber und anderen Edelmetallen ab sofort einstellen, sagte ein Sprecher des Dax-Konzerns am Donnerstag in Frankfurt. Das Geschäft mit Finanzinstrumenten in Bezug auf Gold gehe aber weiter. Zudem werde in anderen Bereichen der Bank, etwa in der Vermögensverwaltung, auch künftig mit physischen Edelmetallen gehandelt. Von dem Umbau sollen nur wenige Arbeitsplätze betroffen sein.

Die Deutsche Bank hatte Ende 2013 angekündigt, den Handel mit Rohstoffen zurückzufahren. Am Handel mit Edelmetallen wollte das Institut aber ebenso festhalten wie an den umstrittenen Finanzderivaten. Das Geschäft hatte zuletzt jedoch zunehmend schwächere Renditen abgeworfen und ist mit hohen Kosten etwa für die Lagerung verbunden. Hinzu kommt eine Verschärfung der Regulierungsauflagen.

Auch andere Institute wie die US-Großbank JPMorgan Chase Börsen-Chart zeigen hatten ihren Rückzug aus diesem Geschäft angekündigt. Die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen hatte sich bereits aus dem Londoner Fixing zurückgezogen, das die Gold- und Silberpreise bislang festlegte.

ak/dpa

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