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28.03.2013
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Geldanlage
Hoffentlich mit Gold versichert

Von Mark Böschen

Gold: Investmentbanken haben das Ende der güldenen Ära ausgerufen - doch vorsichtige Investoren bleiben der Krisenwährung in Zeiten wachsender Staatsschulden, Nullzinspolitik und unablässigem "Quantitative Easing" treu
DPA

Gold: Investmentbanken haben das Ende der güldenen Ära ausgerufen - doch vorsichtige Investoren bleiben der Krisenwährung in Zeiten wachsender Staatsschulden, Nullzinspolitik und unablässigem "Quantitative Easing" treu

Seit sechs Monaten fällt der Goldpreis, doch Zypern und das Comeback der Euro-Krise haben die Nachfrage zuletzt wieder steigen lassen. Der Bostoner Starinvestor Seth Klarman setzt weiter auf das Edelmetall - und erläutert die Gründe dafür.

Die Investmentbanker waren sich einig. "Der Goldrausch ist vorbei", schrieb Société Générale am 28. Februar. "Gold: Der Anfang vom Ende einer Ära" betitelte Credit Suisse einen Bericht vom 1. Februar. Goldman Sachs Chart zeigen hat ebenfalls erklärt, dass der jahrelange Boom des Edelmetalls vorüber sei.

Der Markt scheint den Analysten recht zu geben: Seit die Feinunze 2011 den Rekord von 1920 Dollar erreichte, ist der Preis um fast 20 Prozent gefallen, auf weniger als 1600 Dollar. Seit Oktober 2012, als die Nervosität in der Euro-Zone spürbar zurückging, ging es für den Goldpreis kontinuierlich abwärts.

Für langfristig orientierte Anleger bietet der Preisrückgang jedoch vor allem die Chance, einige Münzen oder Barren zu kaufen, falls sie noch nicht fünf bis zehn Prozent ihrer Habe vergoldet haben. Denn Gold Chart zeigen ist keine Wette auf steigende Preise, sondern eine Versicherung für das Vermögen. Solch eine Absicherung ist gerade jetzt wertvoll, in der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass einer der erfolgreichsten Anleger aller Zeiten zuletzt in Goldminenbetreiber investiert hat: Seth Klarman (55), Gründer der Baupost Group in Boston, der in den 30 Jahren seines Bestehens 17,5 Milliarden Dollar Vermögen für seine Kunden geschaffen hat. Er gehört damit zu den erfolgreichsten Hedgefonds-Managern aller Zeiten (siehe auch das Porträt von Seth Klarman im aktuellen manager magazin ).

"Die wahre Gefahr ist das Ende des 'free lunch' "

Im letzten Viertel des Jahres 2012 hat Baupost seinen Anteil am Goldförderunternehmen Novagold erhöht. Bei den kleinen Goldminenbetreibern Carpathian Gold und Guyana Goldfields gehören Baupost jeweils fast ein Fünftel des Eigenkapitals. Diese Unternehmen besitzen große unentwickelte Goldvorkommen, deren Erschließung teuer und mit Risiken behaftet ist. Daher kauft Klarman hier die im Boden befindliche Feinunze weit unter dem aktuellen Marktwert.

Doch Klarman sucht nicht nur nach Schnäppchen. Er glaubt an den mittelfristigen Anstieg des Goldpreises aufgrund der Krise und ihrer Risiken, wie sein Brief an die Anleger vom Februar verrät.

Der Hedgefonds-Manager fürchtet, dass ein Ende der in diesem Ausmaß nie dagewesenen Gelddruckerei durch die Zentralbanken eine Währungs-, Staats- und Wirtschaftskrise auslösen könnte, die Panik auf den Finanzmärkten auslöst. "Die wahre Gefahr, die uns große Sorgen macht, ist das Ende des 'free lunch' aus großen Haushaltsdefiziten, Nullzinspolitik und unablässigem Quantitative Easing", warnt Klarman.

Währungen hoch verschuldeter Staaten in Europa ebenso wie Japan wären betroffen. Aber auch die USA. Irgendwann komme der Punkt, an dem die Situation kippe, so der Baupost-Chef. Amerikaner und Ausländer würden dann an der Kreditwürdigkeit der USA zweifeln, woraufhin die Zinsen stiegen und der Wert des Dollar falle. "Wer Dollars besitzt, wird sich beeilen, diese auszugeben, so lange sie noch einen Wert haben, was die Preise von Gütern und Vermögensanlagen wie Gold in die Höhe treibt", sagt Klarman voraus.

Die Konsequenz: Wer sich vor einer erneuten Zuspitzung der Krise schützen will, sollte einen Teil seines Vermögens in Gold investieren.

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Seth Klarman schwimmt konsequent gegen den Strom. Lesen Sie mehr im Heft ab Seite 126.










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