Alternative Geldanlagemanager magazin RSS  - Alternative Geldanlage

Alle Artikel und Hintergründe


04.02.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Vermögensanlage
Finanzprofis glauben nicht an Goldpreisrally

Von Christoph Rottwilm

Umfrageergebnisse: So denken Vermögensverwalter über Gold
Fotos
AFP

Wie geht es mit dem Goldpreis weiter? Einer Umfrage für manager magazin online zufolge glauben nur wenige Experten, dass der Preis bald wieder kräftig anzieht. Zum Kauf raten sie dennoch.

Hamburg - Viele Menschen haben in den vergangenen Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben Gold gekauft. Grund war angesichts von Wirtschafts- und Euro-Krise häufig eine diffuse Sorge um das eigene Vermögen - und die Hoffnung, der Preis könnte nach dem enormen Aufschwung seit Anfang der 2000er Jahre weiter zügig steigen.

Geht es nach den Vermögensverwaltern in Deutschland, dann wird letzteres jedoch vorläufig nicht eintreten. Die Mehrheit der Branche glaubt nicht an eine Goldpreisrally in diesem Jahr, sondern lediglich an einen leicht steigenden oder stagnierenden Preis. Das ergab eine Umfrage zur Geldanlage in Gold Chart zeigen , die die Münchener V-Bank exklusiv für manager magazin online durchgeführt hat. Beteiligt haben sich daran bundesweit mehr als 70 Vermögensverwalter, die zusammen rund 35 Milliarden Euro managen.

Lediglich 13,5 Prozent der befragten Investmentprofis erwarten 2013 einen starken Anstieg des Goldpreises, so das Ergebnis. Über 80 Prozent dagegen gehen lediglich von einem leichten Anstieg beziehungsweise von einer Stagnation aus. Gut 4 Prozent der Befragten sehen in den kommenden Monaten sogar ein sinkendes Preisniveau.

"Wenn sich sehr viele sehr sicher sind, dass es mit Gold nur weiter aufwärts gehen kann, dann ist der Höhepunkt erreicht", bringt Umfrageteilnehmer Uwe Zimmer, Chef der Kölner Meridio Vermögensverwaltung, seine Skepsis auf den Punkt. "Alle Faktoren werden positiv interpretiert, die Stimmung ist bestens - aber das wird bald enden."

Preistreiber fehlen

Ein Problem ist laut Zimmer, dass weitere positive Nachrichten, die den Preis treiben könnten, nicht in Sicht sind. "Eines ist klar", sagt er. "Gold wird gefördert, aber nicht verbraucht. Wenn große Marktteilnehmer wie Fondsgesellschaften oder Notenbanken anfangen ihr Gold zu verkaufen, bricht der Preis ein - genau wie beim Öl."

Mit der zurückhaltenden Einschätzung befinden sich Zimmer und das Gros seiner Kollegen im Einklang mit anderen Vertretern des Goldmarktes. Das Handelshaus Heraeus etwa gab kürzlich seine Prognose für die Preisentwicklung 2013 heraus. Das Unternehmen erwartet ebenfalls lediglich einen leichten Anstieg mit einem Durchschnittswert über den Jahresverlauf von 1710 Dollar je Unze. Zum Vergleich: Aktuell wird die Unze für rund 1670 Dollar gehandelt.

Eine wichtige Rolle spiele die Inflationserwartung, so Heraeus. Ziehe das Wirtschaftswachstum an, so dürfte die viele Liquidität, die bislang im Finanzsystem verblieben sei, auch in die reale Wirtschaft strömen. Das spreche für steigende Inflationsraten und somit für Gold. Die Fachleute zählen allerdings auch einige Faktoren auf, die einem weiteren Preisanstieg entgegenstehen könnten.

Auch Joachim Schluchter führt die Inflation als Argument für einen weiter anziehenden Preis an. "Die Geldmenge ist in den vergangenen zehn Jahren im Euro-Raum im Schnitt um 6,5 Prozent schneller gewachsen als das Bruttoinlandsprodukt", sagt der Chef der Vermögensverwaltung Dr. Willburger & Schluchter, der sich ebenfalls an der Umfrage von manager magazin online beteiligt hat. "Die Folge ist eine Geldentwertung, die nach meiner Beobachtung real bereits deutlich höher ist als offiziell angegeben." Mit steigenden Zinsen, die den Goldpreis bremsen könnten, ist laut Schluchter kaum zu rechnen. Das würde viele hochverschuldete Staaten zu sehr belasten, glaubt er.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH



  Goldanlagen im Vergleich:  Vermögensverwalter halten Münzen und Barren für den besten Weg in Gold zu investieren. Bei Zertifikaten ist offenbar Vorsicht geboten
manager magazin online

Goldanlagen im Vergleich: Vermögensverwalter halten Münzen und Barren für den besten Weg in Gold zu investieren. Bei Zertifikaten ist offenbar Vorsicht geboten










Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger