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13.12.2012
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Uhren als Anlage
Der Tick mit dem Ticken

Von Arne Gottschalck

Sammlerwut treibt Preise: Im Bild eine Patek Philippe, die einst das Handgelenk des Musikers Eric "Slowhand" Clapton zierte. Über 2,8 Millionen Euro erzielte die Uhr auf einer Auktion von Christie's.
REUTERS

Sammlerwut treibt Preise: Im Bild eine Patek Philippe, die einst das Handgelenk des Musikers Eric "Slowhand" Clapton zierte. Über 2,8 Millionen Euro erzielte die Uhr auf einer Auktion von Christie's.

Uhren als Kapitalanlage - kann das gut gehen? Ja. Aber nur, wenn sich der Käufer an Regeln hält. Und die sind noch strenger als zum Beispiel beim Aktieninvestment.

Hamburg - Unendlich schnell zuckt es im Uhrwerk hin und her. Unter dem Mikroskop ist gut zu erkennen, was die Uhr antreibt. Ein Vororttermin in der Hamburger Uhrenwerkstatt von Andreas Hentschel, der seit gut zehn Jahren hochwertige Uhren zusammensetzt. "Es gibt viele gute Uhren", sagt er. "Doch als Außenstehender kann man das meist nicht beurteilen."

Entsprechend schwer ist es für sie zu beurteilen, was den Wert einer Uhr nach oben treibt - oder eben nicht. Beispiele dafür gibt es genug. Die IWC Marc XI zum Beispiel ist eine Fliegeruhr der Royal Air Force aus dem Jahr 1948. 1985 kostete die Stahluhr 50 Mark, inzwischen sind daraus über 4000 Euro geworden. Oder die Rolex Daytona mit dem Paul-Newman-Zifferblatt, einer feineren Darstellung als sonst üblich. Damals, Ende der 80er Jahre, kostet sie 900 Mark, heute sind es 50.000 bis 60.000 Euro. Ein Ticken, das reich machen kann.

Geschichten zum Träumen

Fast jeder Uhrenfreund kennt so eine Geschichte. Sie lässt Menschen träumen, gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. So kommt es, dass inzwischen auch Geldanleger nach Uhren fragen, als Alternative zu Aktien oder Gold. "Man muss formulieren, dass bei sehr Vermögenden sicherlich die Anlage in Uhren schon häufig ein Diversifikationsbereich darstellte", sagt der Vermögensverwalter Markus Zschaber. "Es wird zwar nicht an uns herangetragen, ob man Empfehlungen hinsichtlich Uhren oder Uhrenanlagen geben kann, dennoch spüren wir verstärkt, dass vermögende Anleger ihre Gelder auch diversifiziert haben wollen, unter anderem in Uhren." Uhrmacher Hentschel kann das nur bestätigen. Und rät dazu, zwischen Uhren aus aktueller Produktion und historischen Uhren zu unterscheiden. "Aktuelle Uhren werden von Juwelieren oder Uhrenhändlern angeboten. Die Gewinnmarge beträgt im Durchschnitt bis zu 50 Prozent vom Verkaufspreis. Als Endverbraucher wird man kaum jemals so günstig einsteigen können wie der Händler es konnte."

Es bleibt also nur die Suche nach alten Uhren - wobei Uhrenliebhaber eher von "historischen Uhren" sprechen. "Die teuersten jemals verkauften beziehungsweise versteigerten Armbanduhren sind historische Raritäten. Meines Erachtens ist dies der einzige Bereich bei Uhren, der wirklich als Wertanlage geeignet ist. Allerdings muss man sehr viel Ahnung davon haben."

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