Montag, 18. März 2019

"Virtual Reality" Tschüss Realität!

Mit blickdichten Brillen an die Decke starren, das lohnt sich nur mit Virtual-Reality Brillen wie Oculus Rift. Vielleicht fliegen gerade ein paar Vögel vorbei.

Facebook hat sie, Microsoft stellte kürzlich eine vor, Samsung hat natürlich auch eine und der japanische Wettbewerber Sony arbeitet an einer. Blickdichte, so genannte Virtual-Reality-Brillen sollen die Nutzer in neue Welten entführen. Aber wer stellt diese Welt her, und wo ist das Geschäftsmodell?

Hamburg - "Virtual Reality" oder zu deutsch virtuelle Realität ist das neue Buzzword der Technologieszene. Facebook Börsen-Chart zeigen zahlte vor einem Jahr für Oculus Rift, ein bis dahin relativ unbekanntes Unternehmen, zwei Milliarden Dollar.

Im Herbst 2014 erhielt Magic Leap, ein bis dato völlig unbekanntes Startup, 542 Millionen Dollar von Google Börsen-Chart zeigen und Risikokapitalgebern wie Kleiner Perkins und Andreessen Horowitz. Der Unternehmenswert schnellte somit auf zwei Milliarden Dollar hoch.

Warum Magic Leap den Investoren diese Summe wert ist, bleibt bislang ihr Geheimnis. Die Öffentlichkeit kann nur erahnen, worum es geht. Ein fertiges Produkt gibt es noch nicht. Auf der Website zeigt das Unternehmen verschlossene Kinderhände vor einer Blumenwiese. Nach wenigen Sekunden öffnen sich die Kinderhände und ein kleiner Elefant entschwebt von den Handflächen. Nun ja.

Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.

Auch andere Unternehmen begeistern sich für virtuelle Realitäten. Sony Börsen-Chart zeigen, Samsung Börsen-Chart zeigen und zuletzt Microsoft Börsen-Chart zeigen stellten Brillen vor. Die klobigen Geräte zeigen den Nutzern virtuelle Realitäten - der Nutzer ist plötzlich mittendrin statt nur dabei. Er ist Teil dessen, was sich unmittelbar vor seinen Augen abspielt, Spieler im Videospiel, Statist im Film oder etwa Spaziergänger an den schönsten Stränden der Welt - und das alles in einer 360-Grad-Ansicht.

Möglich machen das leistungsfähigere Chips, Prozessoren, Bildschirme und Beschleunigungssensoren. Es sieht mitunter komisch aus, wenn sich die ersten Test-Nutzer mit ihren blickdichten Geräten vor den Augen drehen und wenden und schon bald die Außenwelt um sich herum vergessen, völlig versunken in das, was sich unmittelbar vor ihnen abspielt.

Die ersten Geräte einschließlich Software zielten vor allem auf die Videospielebranche, immerhin ein Milliardenmarkt. Videospieler sind affin für neue Gadgets und Software. Diejenigen, die wirklich viel Geld für Software und Geräte ausgeben, verlangen häufig schnelle, komplexe Spiele wie das Kriegsspiel "Call of Duty".

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