Mittwoch, 19. Dezember 2018

Toyota steckt viel Geld in Uber Warum Uber im Elektroauto an der Börse vorfährt

Uber Green: Uber setzt jetzt webewirksam auf E-Mobile
youtube/uber
Uber Green: Uber setzt jetzt webewirksam auf E-Mobile

Sich als weltverbesserndes Öko-Startup zu präsentieren, darin hat der Fahrdienstleister Uber Erfahrung. Schon der mittlerweile entthronte Rowdy-CEO Travis Kalanick warb vor Jahren bei den Uber-kritischen Europäern damit, dass sein Fahrdienstleister viele Privat-Pkw überflüssig mache. Und damit ja auch Ressourcen schone.

Drei Jahre später ist mittlerweile nachgewiesen, dass Fahrdienstleister wie Uber und Lyft in vielen US-Metropolen für mehr statt weniger Verkehr und damit auch für mehr Umweltverschmutzung sorgen . Uber, das entsprechend Gegenwind in Metropolen wie New York und Los Angeles spürt, hebt nun erneut das Nachhaltigkeitsimage hervor:

Statt auf klassische Pkw will Uber in Städten künftig mehr auf nachhaltige Antriebe, auf Fahrräder und Elektroroller setzen. So verkündet es öffentlichkeitswirksam in einem Interview der seit 2017 amtierende Uber-Chef Dara Khosrowshahi.

"Während der Rush-hour ist es sehr ineffizient, wenn eine ein tonnenschwerer Metall-Koloss eine Person zehn Straßenblöcke weit transportiert", fasste Khosrowshahi das neue offizielle Uber-Credo zusammen. Dafür, so der Uber CEO, sei Uber sogar bereit, kurzfristig auf Umsatz verzichten. Schließlich ließe sich mit Elektrorollern und E-Bikes deutlich weniger Umsatz erzeugen als mit klassischen Autofahrten, wie Khosrowshahi im Interview mit der "Financial Times" einräumte.

Ein Strategieschwenk, von dem viele Uber-Fahrer erst einmal wenig begeistert sein dürften: Stellen die Scooter und E-Fahrräder gerade für kurze Fahrten in den Innenstädten doch direkte Konkurrenz dar. Ein Fakt, den auch der Uber-CEO einräumt. Er stellt den Fahrern dafür aber längerfristig lukrativere Fahrten außerhalb der Innenstädte in Aussicht.

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Er habe die Erfahrung gemacht, dass man langfristig denken und handeln müsse, um Kriege zu gewinnen, sagt der CEO-Chef. Dafür lohne es sich auch manchmal, einzelne Schlachten verloren zu geben.

Uber, das gerade eine halbe Milliarde von Toyota zur Entwicklung autonomer Fahrzeuge eingesammelt hat und nach Informationen des "Wall Street Journal" insgesamt mit 72 Milliarden Dollar bewertet wird, braucht vor dem erwarteten Börsengang eine gute Story und ein besseres Image. Schließlich beliefen ich die Verluste allein im abgelaufenen Geschäftsjahr auf von 891 Millionen Dollar.

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