Donnerstag, 17. Januar 2019

Speicherchip-Geschäft strauchelt Samsung meldet deutlichen Gewinnrückgang

Gewinnrückgang bei Samsung

Samsung hat im abgelaufenen Quartal erstmals seit zwei Jahren einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der südkoreanische Technologiekonzern verwies am Dienstag auf schwierige Bedingungen auf den Smartphone- und Chipmärkten.

Der Weltmarktführer in diesen Bereichen hat von Oktober bis Dezember 2018 vorläufigen Schätzungen zufolge im operativen Geschäft umgerechnet 8,42 Milliarden Euro verdient. Das entspricht einem Minus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit wurden die Analystenschätzungen deutlich verfehlt. Der Umsatz sei um 11 Prozent gefallen. Die Umsätze sanken auf 59 Billionen Won (rund 46 Milliarden Euro).

Details zu dem Quartalsergebnis sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt im Januar veröffentlich werden. Samsung Börsen-Chart zeigen führte das schlechtere operative Ergebnis im Speicherchip-Geschäft auf eine "Anpassung der Bestände der Rechenzentren-Kunden zurück". Dies habe nicht nur die Produktlieferung reduziert, sondern auch die Preise stärker als erwartet gedrückt. Mit Chips verdient das Unternehmen mit Abstand das meiste Geld. Hinter den Rückgängen dürfte unter anderem auch die schwächere Wirtschaftsentwicklung in China stehen.

Der Gewinn im Smartphone-Geschäft begründete Samsung mit höheren Marketingkosten und stagnierender Verkäufe zurück. Der amerikanische Erzrivale Apple hatte zuletzt schon mit schwachen Zahlen die weltweiten Börsen in Unruhe versetzt. Erstmals seit Einführung des iPhones vor mehr als zehn Jahren verfehlten die Kalifornier ihre Umsatzprognose - auch wegen Schwächen in China im Zuge des Handelsstreits mit den USA.


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Samsung teilte weiter mit, das Ergebnis im ersten Quartal 2019 werde ebenfalls verhalten ausfallen. Vor allem das Geschäft mit Speicherchips sei schwierig. Analysten erwarten auch im weiteren Jahresverlauf rückläufige Gewinne. An der Börse gab die Samsung-Aktie nach den schwachen Zahlen zunächst bis zu zwei Prozent nach. Zuletzt konnte sich das Papier wieder erholen und kostete etwa so viel wie am Montag.

rtr/dpa/AFP/akn

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