Samstag, 23. Februar 2019

Yahoo vor der Übernahme Marissa Mayer winken bei Rauswurf 55 Millionen Dollar

Würde auch bei einer Filetierung Yahoos gut verdienen: Marissa Mayer
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Würde auch bei einer Filetierung Yahoos gut verdienen: Marissa Mayer

Wenn ein Käufer des Internet-Konzerns Yahoo Börsen-Chart zeigen ohne die heutige Firmenchefin Marissa Mayer weitermachen will, wird das teuer. Der 40-Jährigen steht im Fall der Kündigung nach einer Übernahme eine Vergütung von rund 54,9 Millionen Dollar zu, wie am Wochenende aus Yahoo-Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC hervorging. Dazu gehört eine Bargeld-Abfindung von drei Millionen Dollar, der Rest besteht fast ausschließlich aus Aktien.

Mayer versucht seit über drei Jahren ohne großen Erfolg, das Yahoo-Geschäft mit Online-Werbung in Schwung zu bringen. Der Konzern stellte sich vor einigen Monaten zum Verkauf, inzwischen ging laut Medienberichten eine erste Runde von Geboten ein. Als aussichtsreichster Anwärter wird der Telekommunikations- und Medienriese Verizon genannt, der Yahoo mit seiner Online-Tochter AOL zusammenführen könnte. AOL-Chef ist Tim Armstrong, der einst wie Mayer bei Google war und dort als ihr Rivale galt.

Für Mayer selbst hat sich ihr Engagement bei Yahoo trotz fehlender Erfolge gelohnt: Vor wenigen Wochen hatte der "Guardian" vorgerechnet, dass sie selbst ohne die nun publik gewordene Abfindungsmöglichkeit in vier Jahren bei dem Internetpionier bis zu 137 Millionen Dollar verdienen könnte - Mayer profitiere davon, dass Yahoo schon vor ihrer Zeit beim chinesischen Online-Riesen Alibaba eingestiegen sei: Dessen Börsenwert halte Yahoos Kurs aktuell weit oberhalb der 30 Dollar. Mayer müsse mit ihren Optionen jedoch nur knapp 19 Dollar pro Yahoo-Aktie zahlen.

Yahoo taumelt - und wie geht es anderen Internet-Pionieren? Hier geht es zur großen Übersicht des verblassten Glanzes.

luk / dpa-afx

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