Donnerstag, 16. August 2018

Amazon-Mitarbeiter halten Bezos für nicht preiswürdig Springer verleiht Preis an Bezos - Amazon-Mitarbeiter protestieren

Amazon-Chef Bezos: Preis für "visionäres Unternehmertum", Kritik an Geschäftsmethoden

Beim Internetversandhändler Amazon Börsen-Chart zeigen in Leipzig hat die Gewerkschaft Verdi ihren Ausstand fortgesetzt. Man rechne damit, dass sich erneut rund 400 Beschäftigte beteiligten, sagte Verdi-Streikleiter Thomas Schneider am Dienstag.

Die Gewerkschaft fordert seit mehr als viereinhalb Jahren die Aufnahme von Tarifverhandlungen durch Amazon. Der US-Versandriese lehnt dies ab. Auch am Mittwoch soll weiter gestreikt werden.

Am Dienstagvormittag wollen rund 100 Streikende mit zwei Bussen nach Berlin fahren. Dort wollen die Beschäftigten gegen die Verleihung eines Preises an Amazon-Chef Jeff Bezos protestieren.

Der Unternehmer und Besitzer der Tageszeitung "Washington Post" soll den Springer Award für "sein visionäres Unternehmertum in der Internetwirtschaft sowie die konsequente Digitalisierungsstrategie der 140-jährigen US-Traditionszeitung" erhalten, heißt es auf der Homepage des Axel-Springer-Verlages. "Wir wollen gegen diese Preisverleihung demonstrieren. Nicht Jeff Bezos, sondern den Beschäftigten gebührt der Preis", sagte Schneider. Amazon lehnt Tarifverhandlungen mit seinen Beschäftigten ab und zahlt trotz hoher Gewinne in Europa kaum Steuern - die Steuervermeidungs-Strategie des Konzerns hat zuletzt auch Donald Trump zu scharfer Kritik an Amazon veranlasst.

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