Montag, 23. Juli 2018

Lakestar-Gründer Klaus Hommels Dieser Deutsche plant einen 800-Millionen-Fonds

Lakestar-Chef Klaus Hommels
Getty Images
Lakestar-Chef Klaus Hommels

Der deutsche Technologie-Investor Klaus Hommels plant, einen der größten Fonds für Start-up-Investments in Europa aufzulegen. Dafür wolle der 51-Jährige etwa 800 Millionen Dollar einsammeln, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insider. Lakestar kommentierte die Pläne nicht.

Gelingt das Vorhaben, wäre der neue Lakestar-Fonds mit mehr Kapital gefüllt als der des schwedischen Risikokapitalgebers Atomico. Die Gesellschaft des Skype-Mitgründers Niklas Zennström schloss ihr Vehikel vergangenes Jahr mit 765 Millionen Dollar.

Bisher ist in Europa nur ein Tech-Fonds größer: der mit einer Milliarde Euro gefüllte "Rocket Internet Capital Partners" des Berliner Unternehmens Rocket Internet.

Daran könnte aber Hommels neuer Fonds heranreichen. Laut einem Bericht von Gruenderszene.de sollen nicht nur 800 Millionen Euro für Investments in bereits größere und reifere Tech-Start-ups eingesammelt werden. Zusätzlich sei geplant, 200 Millionen Euro für Investments in junge Start-ups zu beschaffen.

Hommels wurde unter anderem durch seine Beteiligungen an dem Musikstreamingdienst Spotify und dem sozialen Netzwerk Facebook bekannt. Aktuell gehören Unternehmen wie der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna und die britische Start-up-Bank Revolut zum Portfolio von Lakestar. 2015 hatte der Wagniskapitalgeber für seinen Vorgängerfonds 350 Millionen Euro Kapital bekommen.

Wie am Montag bekannt wurde, wird der amerikanisch-britische Investor Index Ventures nun ebenfalls eine Menge neues Kapital in den Markt spülen. Das 1996 gestartete Unternehmen hat insgesamt 1,65 Milliarden US-Dollar für zwei Start-up-Fonds gesammelt.

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