Dienstag, 26. März 2019

Google droht Sammelklage Warum Google mit fragwürdigen Tricks um Standortdaten kämpft

Smartphone-Nutzer: Google droht wegen Standort-Trackings ohne Zustimmung: juristischer Ärger

Wer sich schon immer gefragt hat, warum Google trotz ausgeschalteter Standorterfassung bei der Suche nach bestimmten Straßen immer gerade die anzeigt, die gerade in der Nähe ist, ist jetzt etwas schlauer.

Denn die abgeschaltete Standortortung hielt den Suchmaschinenkonzern über Jahre nicht davon ab, trotzdem in regelmäßigen Abständen den Nutzer zu lokalisieren. Zu interessant sind die Daten für den Suchmaschinenkonzern, als dass er darauf verzichten wollte.

Nachdem die Nachrichtenagentur Assciociated Press kürzlich über das unlautere Vorgehen berichtete, droht Google deswegen nun auch juristischer Ärger. Zwar hat der Suchmaschinenkonzern seine Nutzungsbedingungen mittlerweile angepasst und weist darauf hin, dass trotz abgestellter Tracking-Funktion noch immer Standortdaten erfasst und gespeichert werden.

Dennoch sieht sich Google wegen dieses Vorgehens in den USA nun mit einer Klage konfrontiert, die sich für Google als teuer erweisen könnte. Wie der Tech-Seite "Ars Technica" sowie zahlreiche US-Medien berichten, hat ein Mann in San Francisco Klage gegen Google eingereicht. Der Vorwurf: Google habe gegen geltendes Datenschutzrecht verstoßen und damit auch das verfassungsrechtlich garantierte Recht auf Privatsphäre verletzt.

Wie es weiter heißt, strebt der Kläger zudem die Zulassung einer Sammelklage an, die es Millionen von Android und iPhone-Nutzern ermöglichen würde, der Klage beizutreten. Bis zur Entscheidung über die Zulassung einer Sammelklage kann es allerdings noch Monate dauern.

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