Samstag, 23. Juni 2018

14 Millionen Betroffene Facebook räumt neue Datenpanne ein

Facebook gerät nach dem Cambridge-Analytica-Skandal durch eine weitere Panne in Erklärungsnot. Private Postings von 14 Millionen Nutzern wurden durch einen Fehler vorübergehend öffentlich.

Das Online-Netzwerk Facebook hat gegenüber US-Medien eine weitere Datenpanne eingeräumt, wegen der private Postings von zahlreichen Nutzern vorübergehend öffentlich angezeigt werden konnten. Der Fehler trat vom 18. bis zum 27. Mai auf und betraf rund 14 Millionen User, wie die Tech-Portale "Recode" und "Techcrunch" sowie andere US-Medien berichteten. Während dieses Zeitraums seien die Einstellungen automatisch und ohne die Nutzer in Kenntnis zu setzen so umgestellt worden, dass die gesamte Facebook-Community Inhalte hätte sehen können, die nur für Freunde oder kleinere Gruppen bestimmt waren.

Für Facebook, das nach dem Cambridge-Analytica-Skandal ohnehin schon massiv unter Druck bei Datenschutz und Privatsphäre steht, kommt die Panne zur Unzeit. "Offensichtlich ist es sowohl ein PR- als auch ein Management-Desaster", schrieb das einflussreiche Tech-Blog "Recode". Es sei aber noch unklar, von wie vielen der etwa 14 Millionen von dem Fehler betroffenen Nutzer in dem Zeitraum tatsächlich private Nachrichten an die Öffentlichkeit gerieten.

Der Fehler sei inzwischen behoben, teilte die zuständige Facebook-Managerin Erin Egan mit. "Wir möchten uns entschuldigen." Das Unternehmen wolle nun beginnen, betroffene Nutzer zu informieren.

Die zehn größten Börsengänge der Welt
Rang Firma Jahr Volumen in Mrd Dollar Land
1. General Motors 2010 23,1* USA
2. AgBank 2010 22,1 China
3. AIA (Versiche- rer) 2010 22,0 Hongkong
4. ICBC (Bank) 2006 21,97 China
5. Visa (Kredit- karten) 2008 19,65 USA
6. NTT Mobile 1998 18,05 Japan
7. Enel (Energie) 1999 16,59 Italien
8. Facebook 2012 16,01** USA
9. NTT (Telekom) 1986 13,75 Japan
10. Deutsche Telekom 1996 12,49 Deutschland
* Bei Addition der Stamm- und Vorzugsaktien; ** Bei Verkaufspreis am oberen Ende der Spanne; Quelle Reuters

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