Mittwoch, 12. Dezember 2018

Cashcloud Mobiles Bezahlen wird Facebook-fähig

Zahlungen via Smartphone: Megatrend im Handel

Die Firma Cashcloud will der führende Anbieter im Bereich E-Wallet-Lösungen werden - das sind mobile Dienste, die Zahlungen via Smartphone ermöglichen. Ein Gespräch mit Geschäftsführer Olaf Taupitz über soziale Netzwerke, Marktforschung und Gratisangebote für Endkunden.

mm: Herr Taupitz - bezahlen mit dem Smartphone, wie muss man sich das vorstellen - halte ich künftig mein Mobiltelefon an den Scanner der Kasse am Supermarkt?

Taupitz: Das ist eine der Dienstleistungen unserer elektronischen Geldbörse. Die Cashcloud mWallet ermöglicht für Smartphones mit den Betriebssystemen Apple Börsen-Chart zeigen iOS und Google Börsen-Chart zeigen Android generell via E-Mail, Facebook Börsen-Chart zeigen- oder Twitterkontakt Geld an Freunde zu senden beziehungsweise Geld von Freunden zu empfangen. Des Weiteren kann bei Online Shops oder bei Online Spielen damit bezahlt werden oder eben im stationären Handel mittels eines NFC-Stickers, der auf dem Prepaid MasterCard Netzwerk basiert und einfach ans Smartphone angeklebt wird. Bisher gibt es dafür in Deutschland rund 10.000 Akzeptanzstellen.

mm: Wer auf dem Land wohnt, guckt da wohl eher in die Röhre - im Umkreis von 25 Kilometer um Blankenheim in der Eifel kann der Interessent mit diesem Sticker jedenfalls nur tanken...

Taupitz: Das hängt eben von der Akzeptanz der Kreditkarte ab. Aber wir bieten ja eine Reihe weiterer Dienstleistungen an und unsere für Endkunden kostenlose App vereinfacht ja die die Bezahlvorgänge deutlich bei gleichzeitig besonders einfacher Bedienung des Smartphones.

mm: Wie sieht das konkret aus?

Taupitz: Wir sprechen mit unseren Diensten vor allem junge Leute an, die ja in der Regel sehr aktiv in den sozialen Netzwerken Facebook oder Twitter sind. Für sie ist die Bedienung von Cashcloud besonders einfach: Der Kunde meldet sich entweder über die Cashcloud App direkt von seinem Smartphone aus an oder er nutzt seinen Facebook- oder seinen Twitter Account, beziehungsweise seine E-Mail Adresse, um sich von seinem PC oder Tablet aus zu registrieren. Es werden nur wenige persönliche Angaben zur Identifizierung verlangt. Die Registrierung selbst ist für die Privatkunden völlig kostenlos, es entstehen keine Gebühren. Der Kunde kann aus unterschiedlichen Kontotypen wählen: diese unterscheiden sich vor allem darin, wie hoch das Kontoguthaben ist. Gerade junge Leute können sich so beispielsweise über die sozialen Netzwerke mit einigen gedrückten Tasten kleine Geldbeträge schicken.

mm: Ich bleibe an dem Wort kostenfrei hängen - womit verdienen Sie als Unternehmen denn dann, wenn die Dienstleistung kostenfrei ist?

Taupitz: Vor allem über Marketing und Werbung. Kunden können beispielsweise über die so genannten Cash Credits ihre Guthaben aufstocken. Das heißt, dass ihr Kaufverhalten mit ihrem Wissen natürlich aufgezeichnet wird und wir unsere Unternehmenskunden über dieses Kaufverhalten informieren. Dann können die Unternehmen wiederum erheblich gezielter Werben, denn die Aktionen werden individuell auf den Nutzer zugeschnitten werden. Wir wollen offen mit unseren Nutzern kommunizieren - wer nicht mitmachen will, muss das auch nicht.

mm: Bisher haben Sie aber noch kein Kreditinstitut von ihren Dienstleistungen überzeugen können?

Taupitz: Banken tun sich mit dem Thema schwer. Die initiieren im Bereich e- oder m-Payment wenig bis gar nichts. Dafür gibt es aber Zahlungsdienstleister wie uns, die rasant wachsen. SEPA und andere regulatorische Hindernisse stehen den Banken zudem bei der Entwicklung kundenfreundlicher Transaktionssysteme im Wege - davon profitieren wir, denn wir können diese Marktnische bereits besetzen.

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