Freitag, 20. Juli 2018

Elektrische Tretroller Milliardenbewertete Scooter-Start-ups - so kämpfen Uber und Lyft um den Markt

Die elektrischen Lime-Scooter in Paris

Erst anderthalb Jahre ist das Start-up Lime alt - jetzt bewerten es namhafte Investoren mit mehr als einer Milliarde Dollar. Das berichtet die Financial Times. Bei einer aktuellen Finanzierungsrunde stecken Google, Fidelity und andere 335 Millionen US-Dollar in das Mobilitäts-Start-up, das per App Räder und elektrisch fahrende Tretroller verleiht.

Unter den Geldgebern ist auch Uber. Der umstrittene Taxidienstleister plant, die Lime-Tretroller mit dem eigenen Branding zu versehen und sie in die Uber-App zu integrieren.

Damit springt Uber auf einen der heißesten Mobilitätstrends der vergangenen Monate auf. In den USA boomen die Anbieter, die per App solche Scooter verleihen. Bis zu 25 km/h sind die Roller schnell, die Miete kostet einen Dollar plus 15 Cent pro Minute. Nach der Fahrt können Nutzer die Gefährte abstellen, wo sie möchten.

Lime und Spin eifern Vorreiter Bird nach

Neben dem milliardenbewerteten Lime gibt es noch einen kleineren Anbieter namens Spin aus San Francisco am Markt - und den großen Vorreiter Bird aus Los Angeles, der ebenfalls erst 2017 gestartet ist und aktuell zwei Milliarden Dollar wert sein soll.

Neben den drei Start-ups scheint außerdem der schärfste Uber-Wettbewerber Lyft den Einstieg in das Geschäft zu erwägen, wie The Information berichtete. Durch die Beteiligung bei Lime kommt Uber allerdings den Plänen seines Konkurrenten zuvor.

Die beiden Mobilitätsdienstleister Uber und Lyft liefern sich in den USA eine Schlacht darum, ihre Angebote schnell um zweirädrige Services zu erweitern. "Micro Mobility" werden diese Dienste in der Branche genannt. So kauften sich beide Firmen kürzlich für viele Millionen Anbieter von Leihrädern.


Test: Mit einem winzigen Scooter zur Arbeit - funktioniert das?

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Doch warum reißen sich die Unternehmen nun so sehr um einen Teil an der Scooter-Bewegung? Die Hoffnung ist, dass die kleinen E-Roller den Nahverkehr auf kurzen Strecken nachdrücklich verändern werden - ebenso wie einst die Taxidienste Lyft und Uber selbst - und sich damit viel Geld verdienen lässt.

Doch die Roller-Startups bekommen bereits Widerstand von manchen US-Städten. In San Francisco beispielsweise wird die Zahl der E-Scooter auf den Straßen erst einmal auf 2.500 Stück limitiert. Nur fünf Unternehmen bekommen eine Lizenz. Das beschränkt die Umsätze.

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