Freitag, 16. November 2018

60 Prozent mehr Umsatz Delivery Hero liefert viel mehr Essen aus

Delivery-Hero-Zentrale in Berlin

Delivery Hero ("Lieferheld", "Foodora", "Pizza.de") ist 2017 dank einer stetig steigenden Nachfrage nach online bestelltem Essen sowie durch Zukäufe stark gewachsen. Der Umsatz sei um 60 Prozent auf 544 Millionen Euro geklettert, teilte das 2011 gegründete und seit Mitte des vergangenen Jahres an der Börse notierte Unternehmen am Mittwoch in Berlin mit.

Das sei mehr als Delivery Hero selbst erwartet hatte. Von Bloomberg befragte Experten hatten allerdings schon mit einem Anstieg in dieser Größenordnung gerechnet. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen noch nicht - das soll wie geplant bei der Vorlage der Jahreszahlen Ende April geschehen.

Unternehmenschef Niklas Östberg ist mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden: "Trotz negativer Währungseffekte konnten wir durch das starke Wachstum in allen Segmenten das Jahr über unseren Erwartungen abschließen." Mit Blick auf das Jahr 2018 bleibe er zuversichtlich.

Östberg kündigt weitere Zukäufe geplant

Niklas Östberg
Jussi Ratilainen / Delivery Hero
Niklas Östberg

Delivery Hero will weiter zukaufen und hat sich dafür erst im Dezember rund 360 Millionen Euro über die Ausgabe neuer Aktien beschafft. Delivery Hero wurde im Juni 2017 an die Börse gebracht. Der Emissionspreis hatte dabei 25,50 Euro je Aktie betragen - mit einem Gesamterlös von knapp einer Milliarde Euro war dies der größte Börsengang im vergangenen Jahr hierzulande.

Bis zur Kapitalerhöhung im Dezember ging es um fast 60 Prozent auf 39,95 Euro nach oben. Mit der Ausgabe der neuen Aktien geriet der Kurs unter Druck. Zuletzt kostete eine Aktie knapp 32 Euro, damit kommt Delivery Hero auf einen Börsenwert von knapp 6 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist in mehr als 40 Ländern aktiv und bezeichnet sich als weltweit größten Lieferdienst.

An dem Unternehmen war auch die Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet der bekannten Samwer-Brüder beteiligt, hatte dabei aber keinen Mehrheitsanteil. Beim Börsengang hatte die Start-up-Schmiede den Anteil bereits deutlich reduziert und in der Folge den Großteil der Beteiligung an den südafrikanischen Medienkonzern Naspers weitergereicht. Dieser Übertrag muss allerdings noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

rei/dpa-afx

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