Freitag, 22. März 2019

Warum Samsung beim Note 7 die Reißleine ziehen musste Samsungs 4,5 Milliarden Euro schwere Firewall

Tech-Flops: Das sind die großen Fehlschläge
DPA

2. Teil: Absturz in China - Druck in Indien

Und noch etwas dürfte den Koreanern aktuell große Sorgen bereiten. Während sie in westlichen Märkten, in den USA und Großbritannien noch mit 37 Prozent beziehungsweise 36 Prozent Marktanteil die Nase vorn haben beziehungsweise geichauf mit Apple liegen, sind sie auf dem größten Smartphonemarkt der Welt in China mittlerweile von Apple und Xiaomi abgehängt.

Und auch in Indien bekommt Noch-Weltmarktführer Samsung immer mehr den Konkurrenzdruck von Newcomern wie Micromax, Xiaomi und Huawei zu spüren, während Apple mit seiner Luxusmarken-Strategie clever in einem anderen Segment ebenfalls von dem starken Wachstum profitieren kann.

Apple-Aktie steigt

Experten schätzen nun, dass die Note-7-Krise bei Samsung die Verkäufe alleine bei Apple kurzfristig um 14 bis 15 Millionen Geräte nach oben schnellen lassen könnte - Samsung-Kunden, die möglicherweise für immer verloren sind. Haben sich in der Vergangenheit Kunden von Apple doch als deutlich loyaler erwiesen als jene von Samsung. Die Apple-Aktie jedenfalls legte zuletzt um knapp 2 Prozent zu.

Doch so schmerzhaft der Imageschaden auch ist, der sich auch auf andere Segmente auszudehnen droht. Samsung ist längst nicht mehr so abhängig vom Smartphone-Geschäft wie noch vor ein paar Jahren.

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung