Mittwoch, 20. Februar 2019

Streit zwischen Apple und Facebook spitzt sich zu Warum Tim Cook den Konflikt mit Facebook riskiert

Tim Cook: Der Apple-CEO legt gegenüber Facebook eine härtere Gangart ein

Dass Apple-CEO Tim Cook und Facebook-Chef Mark Zuckerberg sich nicht gut riechen können, ist alles andere als ein Geheimnis. Waren es früher vor allem gegenseitige Kriteleien und Ränkespiele, mit denen die beiden gegeneinander keilten, hat Apple nun zum ersten Mal Maßnahmen ergriffen, die für Facebook tatsächlich negative geschäftliche Auswirkungen haben. Und das Zeug haben, die Produktentwicklung bei Facebook deutlich zu behindern.

Stein des Anstoßes ist eine App namens "Facebook Research". Diese hatte Facebook an Apple vorbei auf iPhones Freiwilliger platziert. Das ging über eine Funktion, die es Unternehmen erlaubt, hauseigene Anwendungen auf Geräte von Mitarbeitern zu bringen.

Tatsächlich war die App aber nicht an Mitarbeiter gerichtet, sondern an Freiwillige im Alter bis zu 35 Jahren. Gegen eine Zuwendung im Wert von 20 Dollar gewährten diese Facebook Zugriff auf umfangreiche Daten aus Chat-Unterhaltungen, verschickte Fotos und Videos, Adressen besuchter Webseiten und auch Daten aus Ortungsanwendungen.

Für Apple ein absolutes No-Go - nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass Facebook nicht zum ersten Mal mit der Datenschutzpolitik von Apple in Konflikt geraten war.

Die App auf diesem Wege an externe Studienteilnehmer zu verteilen, sei ein Verstoß gegen die Regeln des Dienstes gewesen, betonte Apple - und entzog Facebook am Mittwoch die Zertifikate dafür.

Mit umfangreichen Folgen: Seitdem liefen auch interne Test-Apps zum Beispiel für künftige Versionen von Instagram oder Messenger nicht mehr auf iPhones der Facebook-Mitarbeiter, berichteten diverse US-Medien übereinstimmend. Betroffen sei auch die App, über die Facebook den Transport von Mitarbeitern organisiert. Die "normale" Facebook-App ist indes nicht von dem Konflikt betroffen.

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