Samstag, 23. März 2019

Apple kauft Musikerkennungs-App Shazam soll Apple Music zum Fliegen bringen

Apple will seinen Musikdienst Apple Music stärken

Apples Musikdienst hinkt den Wettbewerbern hinterher. Das soll sich mit dem Kauf der Musikerkennungssoftware Shazam jetzt ändern. Für den Kopfhörerhersteller Beats zahlte Apple vor Jahren gut drei Milliarden Dollar - Shazam ist dagegen schon fast ein Schnäppchen.

Apple kauft die Musikerkennungs-App Shazam. Der iPhone-Konzern bestätigte den Deal am Montagabend, ohne einen Preis zu nennen. Die Shazam-App hilft Benutzern, Musikstücke zu identifizieren. Dazu wird das Smartphone in Richtung der Musikquelle gehalten und die die Aufnahme mit einer Datenbank aus allen möglichen Musiktiteln auf den Shazam-Servern abgeglichen.

Nach Informationen der "Financial Times" soll der Preis bei 400 Millionen Dollar gelegen haben. Auch "TechCrunch" berichtete von dieser Summe. Sie würde deutlich unter der jüngsten Bewertung von Shazam von rund einer Milliarde Dollar liegen.

Mit Blick auf Apples Investitionen ins Musikgeschäft wäre Shazam geradewegs ein Schnäppchen: Für den Kopfhörerproduzenten Beats legte Apple vor drei Jahre noch rund drei Milliarden Dollar auf den Tisch.

Horcht mit und erkennt Musik: Die App von Shazam

Apple sprach am Montag von hunderten Millionen Shazam-Nutzern und verwies auf gemeinsame Pläne für die Zukunft. Bei Apple griff bereits die Assistenzsoftware Siri im Hintergrund auf den Dienst von Shazam zurück, wenn man sie nach dem laufenden Song fragte. Google integrierte eine ähnliche Funktion auf Basis eigener Technologie in seine neuen Pixel-2-Smartphones.

Mit der Übernahme von Shazam will Apple seinen Musikdienst Apple Music stärken. Hier hat der Technologiekonzern Nachholbedarf: Mit 27 Millionen Abonnenten liegt Apple Music dieser deutlich hinter dem Rivalen Spotify mit rund 60 Millionen Nutzern.

Auch andere Technologiekonzerne versuchen, sich im Musikgeschäft ein Stück vom Kuchen abzuschneiden. So hat Amazon ein Musikabo in seinen Premium-Angebot (Amazon "Prime) integiert. Im Frühjahr nächsten Jahres will Google einen Musik-Bezahldienst auf der Internetplattform Youtube starten.

rei mit Nachrichtenagenturen

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