Dienstag, 17. Juli 2018

Geringe Nachfrage Apple bestellt weniger iPhone-Bauteile

iPhone 5: Das neue Apple-Gerät ist dünner und schlanker als die Vorgängermodelle

Das Geschäft mit dem neuen iPhone 5 läuft offenbar nicht so gut wie erhofft, Apple reduziert einem Bericht zufolge bereits die Bestellungen für Bauteile. Das Gerät ist vielen Kunden schlichtweg zu teuer, die in den Smartphones von Samsung günstige Alternativen sehen.

New York - Apple hat laut einem Zeitungsbericht die Bestellungen von Bauteilen für sein neues iPhone 5 wegen niedrigerer Nachfrage zurückgefahren. So seien für das laufende Quartal nur halb so viele Bildschirme geordert worden wie ursprünglich geplant, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Auch Bestellungen für andere Komponenten seien gekappt worden.

Berichte über niedrigere Apple-Order bei Zulieferern tauchen zwar immer wieder auf und bedeuten oft nicht so viel: Zum Teil werden die Aufträge manchmal nur umgeschichtet, zum anderen können gleichzeitig schon Komponenten für neue Modelle bestellt werden. Diesmal brachten die Quellen der Zeitung den Rückgang aber direkt mit einer schwächer als erwartet ausgefallenen Nachfrage in Verbindung.

Die Zahlen für das Weihnachtsgeschäft, die Apple Börsen-Chart zeigen am 23. Januar vorlegt, werden jetzt noch etwas spannender. Bisher war erwartet worden, dass der Konzern mit dem iPhone 5 seine Position im Smartphone-Markt deutlich verbessern kann. Zuvor hatte der wichtigste Rivale Samsung Börsen-Chart zeigen den Abstand stark vergrößern können. Im dritten Quartal kam fast jedes dritte weltweite verkaufte Computertelefon von Samsung, während Apple bei einem Marktanteil von rund 15 Prozent lag.

Günstigere Smartphones immer beliebter

Laut Marktforschern treiben derzeit immer stärker günstigere Smartphones den Absatz an. Samsung hat davon mehrere Modelle im Angebot, zudem werden die chinesischen Rivalen ZTE und Huawei mit ihren billigen Computerhandys vor allem im Heimatmarkt immer stärker.

Auch Nokia Börsen-Chart zeigen machte zuletzt die Erfahrung, dass sich ihre günstigen Asha-Modelle, die Internetfunktionen auf relativ einfache Handys bringen, deutlich besser verkauften als die teuren Lumia-Smartphones. Im vergangenen Quartal standen rund 4,4 Millionen abgesetzten Lumias mit Microsofts Betriebssystem Windows Phone 8 etwa 9,3 Millionen Asha-Geräte gegenüber. Samsung verkauft pro Quartal stabil mehr als 50 Millionen Smartphones aller Klassen.

Apple kam zuletzt im dritten Quartal, das von dem Warten auf das iPhone 5 geprägt war, auf rund 26 Millionen Geräte. Das Weihnachtsgeschäft ist traditionell die beste Zeit für Apple mit dem bisherigen Rekordabsatz von 37 Millionen iPhones 2011.

Apple hatte das iPhone 5 dünner und schlanker als die Vorgängermodelle gemacht und ihm erstmals seit dem Start 2007 einen größeren Bildschirm mit einer Diagonale von 4 Zoll (gut 10 cm) spendiert. Samsung ist allerdings mit Smartphones mit noch größeren Displays erfolgreich.

mg/dpa

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