Donnerstag, 21. Juni 2018

Prognose enttäuscht Hewlett-Packard dämpft Erwartungen

In der Klemme: HP-Chefin Whitman muss mitten im Konzernumbau gegen eine fallende Nachfrage kämpfen

Hewlett-Packard-Chefin Meg Whitman enttäuscht die Märkte. Die Prognosen für Gewinn und Umsatz im Jahr 2013 liegen deutlich unter den Erwartungen. Die Aktie des US-Technologiekonzerns verliert zweistellig.

San Francisco - Der angeschlagene US-Computerkonzern Hewlett-Packard Börsen-Chart zeigen (HP) kommt auch unter Firmenchefin Meg Whitman bislang nicht auf die Beine. Der Konzern blieb am Mittwochabend mit seiner Gewinnprognose für 2013 deutlich hinter den Erwartungen zurück und sagte zudem für fast alle Sparten Umsatzrückgänge voraus.

Whitman machte für die Entwicklung auch die vielen Wechsel im HP-Vorstand in der Vergangenheit verantwortlich - darunter auch den des Deutschen Leo Apotheker, der HP vor Whitman elf Monate lang führte.

HP-Aktien verloren 13 Prozent, fielen auf den niedrigsten Stand seit fast neun Jahren und zogen auch die Papiere von Rivalen wie Dell mit nach unten.

Die Geschäftsbedingungen blieben auch im kommenden Jahr schwierig, erklärte HP. Als Gewinnerwartung für 2013 nannte HP pro Aktie eine Spanne zwischen 3,40 bis 3,60 Dollar. Analysten waren bislang im Schnitt von 4,18 Dollar ausgegangen. Für das laufende Jahr hatte HP seine Prognose im August wegen des schwierigen Marktumfelds bereits leicht gesenkt.

Die Mitteilungen zeigen, dass Whitmans Maßnahmen bei HP nur langsam greifen und dass angesichts der globalen Abkühlung der Konjunktur die Technologieausgaben weltweit sinken.

Gewinnprognose liegt deutlich unter Markterwartungen

HP hatte erst vor wenigen Wochen mitgeteilt, in den kommenden zwei Jahren 29.000 Stellen zu streichen. Der Abbau soll durch Entlassungen und Vorruhestandsangebote erreicht werden. Letztlich sollen durch die Kürzungen jährlich bis zu 3,5 Milliarden Dollar an Personalkosten gespart werden. Hewlett Packard beschäftigt weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiter. In Deutschland waren es zuletzt etwa 10.400.

Das gesparte Geld will Whitman, die HP nun seit rund einem Jahr führt, in Forschung und Entwicklung stecken, um den Rückstand bei den Kernprodukten Drucker und PCs aufzuholen.

Zudem nimmt der Konzern einen zweiten Anlauf, ins lukrative Geschäft mit Tablets vorzustoßen. Whitman kündigte an, erst 2014 sei damit zu rechnen, dass sich die Investitionen langsam auszahlten.

rei/rtr

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